XXL-TVs und 8K

Die superscharfen Fernseher-Highlights der CES 2018

Samsung The Wall
The Wall, Samsungs riesiger 8K-Fernseher, ist eines der Highlights der CES 2018.
Foto: Picture Alliance

Auf der CES in Las Vegas zeigen die Fernseher-Hersteller bereits im Januar Ihre Highlights des Jahres. Von monströsen XXL-Glotzen bis zu aufrollbaren Fernsehern sind einige Kuriositäten dabei. TECHBOOK zeigt die Highlights.

Das Jahr 2018 ist erst wenige Tage alt – und schon voller neuer Technik-Highlights: Die Consumer Electronic Show (CES) ist die weltweit größte Fachmesse für Unterhaltungselektronik, von neuen Fernsehern über Smart Home hin zu Kopfhörern und Bluetooth-Boxen stellen die Hersteller schon jetzt ihre Neuheiten für die kommenden Monate vor. Besonders TV-Hersteller wie Sony, Samsung oder LG protzen mit immer größeren Bildschirmen, superscharfer Auflösung und Künstlicher Intelligenz. TECHBOOK zeigt die Highlights aus Las Vegas.

Auch interessant: Das ist der richtige Sitzabstand zum Fernseher

Samsung mit 8K und XXL-Bildschirm

Samsung schleppte mit seinem neuen Modell „The Wall“ (dt. „Die Mauer“) einen echten Blickfang nach Las Vegas: Satte 146 Zoll in der Bilddiagonale misst das TV-Ungetüm, das macht umgerechnet 3,7 Meter – The Wall passt sicher nicht in jedes Wohnzimmer!

Statt auf OLED oder den hauseigenen QLEDs setzt Samsung hier auf eine neue, verwandte Technik: Mit den sogenannten Micro-LEDs leuchtet jeder einzelne Pixel im TV von selbst. Das bietet zwei große Vorteile: Der Bildschirm braucht keine separate Hintergrundbeleuchtung mehr, was zu einer flacheren Bauweise führt. Zudem lassen sich die Pixel einzeln ausschalten und Bildbereiche komplett Schwarz halten – das sorgt für besseren Kontrast.

Der Bildschirm von The Wall ist zudem Modular aufgebaut und besteht aus vielen kleinen Einzelteilen in der Größe etwa eines Smartphone-Displays. So lässt sich quasi jede beliebige Bildschirmgröße zusammenbauen. Dass die Geräte noch 2018 nach Deutschland kommen, ist aber höchst unwahrscheinlich, auch den Preis verriet Samsung lieber nicht.

Samsung The Wall

Samsungs Joseph Stinziano stellt den The Wall auf der Bühne vor.
Foto: Picture Alliance

Zumindest etwas bodenständiger sind da Samsungs neue QLED-TVs: Bereits im letzten Jahr führten die Südkoreaner die auf sogenannte Quantum Dots basierende Technik ein, die für mehr Farben, höheren Kontrast und mehr Helligkeit sorgen soll. Vorsicht: QLEDs sind keine OLEDs, Samsung macht das Kürzel-Wirrwarr mit den QLEDs perfekt. Wer jetzt nur noch Bahnhof versteht – wir klären alle wichtigen Begriffe bei Fernsehern in diesem Artikel.

Die neuen QLED-TVs sollen noch einmal verbesserten Kontrast bieten, außerdem sorgt eine neue Künstliche Intelligenz dafür, dass auch niedrig aufgelöste Filme hochgerechnet werden und schöner aussehen. Auch Samsungs Sprachassistent Bixby – bekannt etwa vom Samsung Galaxy Note 8 und dem Galaxy S8 – ist an Bord. Dieser kann aber nach wie vor kein Deutsch und hängt beim Funktionsumfang Alexa oder dem Google Assistant hinterher, die beiden Konkurrenzsystem sind nicht verbaut.

Samsung QLED-TV

Mit einem Samsung-Smartphone lassen sich Login-Daten, etwa für Spotify, kabellos auf die TV-Apps übertragen.
Foto: Picture Alliance

Das Topmodell der neuen QLED-TVs kommt zudem mit superscharfer 8K-Auflösung, also der 16-fachen Full-HD-Auflösung mit wahnsinnigen 7680 x 3840 Pixeln. Das sind zwar beachtliche Zahlen, entsprechende Inhalte dafür wird es in nächster Zeit aber kaum geben. Um wirklich einen Unterschied zur 4K-Auflösung zu erkennen, benötigt man zudem einen ziemlich großen Fernseher. Auch hier hält sich Samsung über die Preise bedeckt, das 8K-Modell soll im Sommer nach Südkorea und in die USA kommen. Einen Deutschland-Termin gibt es noch nicht.

Auch superscharf: Der TECHBOOK-Newsletter. Jetzt anmelden!

LG zeigt Aufroll-Bildschirm

LG zeigt auf der CES – wie in den letzten Jahren eigentlich auf fast jeder größeren Messe – die Vorteile von OLED-Displays: Sie sind so dünn wie eine Folie und lassen sich sogar aufrollen. Neu ist in diesem Jahr die Fernseher-Größe von 65 Zoll und die 4K-Auflösung. Das interessante Konzept: Wird der Fernseher nicht genutzt, lässt er sich ähnlich wie eine Beamer-Leinwand einfach in ein Gehäuse einrollen und ist so leicht zu transportieren.

LG OLED-TV

Dieser OLED-TV von LG lässt sich zusammenrollen und in der Box verstauen.
Foto: Picture Alliance

Wie LGs bisherige Experimente mit Roll-Bildschirmen ist auch der neue Fernseher bisher nur ein Prototyp und noch lange nicht marktreif. Einen Preis und einen Termin gibt es entsprechend auch noch nicht.

Daneben stellte LG wie Konkurrent Samsung einen OLED-Fernseher mit 8K-Auflösung, 88 Zoll Bildschirmdiagonale und seine KI-Plattform ThinQ vor. Diese soll künftig in alle möglichen LG-Geräte wie Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen oder Öfen verbaut sein und diese miteinander kommunizieren lassen. So kann bei kaputten Teilen automatisch der Kundendienst benachrichtigt werden oder bei bestimmtem Wetter ein bestimmtes Programm abgespielt werden.

LG ThinQ

Der Fernseher soll mit LGs KI-Plattform ThinQ zur Smart-Home-Zentrale im Haus werden.
Foto: Picture Alliance

Die neue Generation an OLED-Geräten soll zudem einen besseren Bildprozessor sowie den Sprachassistenten Google Assistant verbaut haben. Preise und Termine gab es noch nicht, OLED-Fernseher rangieren aber meist im oberen Preissegment ab 3000 Euro.

Sony mit Sound-Schwingungen

Sonys TV-Highlight ist der Nachfolger des Topmodells Bravia A1: Der Sony Bravia AF8 setzt ebenfalls auf ein kontrastreiches und farbstarkes OLED-Display und auf Sonys eigene „Acoustic Surface“-Technologie: Da der Bildschirm zu flach für eigene Lautsprecher ist, macht Sony ihn einfach selbst zum Teil der Akustik. Das Display fungiert als übergroße schwingende Lautsprechermembran, im Standfuß ist zudem eine Bassbox (Subwoofer) eingebaut. Der Nutzer selbst bekommt davon wenig mit und hat ein ähnliches Hörerlebnis wie mit richtigen Lautsprechern.

Sony OLED-TV

Sony zeigt ebenfalls neue OLED-Fernseher sowie ein 8K-Modell.
Foto: Picture Alliance

Neu ist unter anderem der Prozessor, die für bessere Kontrastoptimierung sorgen soll. Als Betriebssystem kommt Android TV samt eingebautem Google Chromecast zum Einsatz. Den Preis verriet Sony noch nicht, er dürfte aber ebenfalls im Bereich ab 3000 Euro liegen.

Themen