Es muss nicht immer AVM sein

Die 5 besten Fritzbox-Alternativen ab 26 Euro

WLAN-Router mit Netzwerkkabel
Es muss nicht immer AVM sein: Die besten Alternativen zur Fritzbox.
Foto: Getty Images

Die Fritzbox des Herstellers AVM dominiert den Routermarkt in Deutschland. Doch es gibt hervorragende Alternativen, die sich keinesfalls verstecken müssen.

Ob große Wohnung, kleine Wohnung oder schickes Haus: Hoffentlich läuft das Internet über die richtige Route. Mit der Fritzbox beherrscht das Berliner Unternehmen AVM den Router-Markt. Die Fritzbox 7590 (um 180 Euro) gilt aktuell als Vorzeige-Produkt. Hervorragend ausgestattet, viele Anschlüsse, einfache Konfiguration, Support fürs Smart Home und immer wieder Firmware-Updates – eigentlich perfekt. Trotzdem muss die Fritzbox nicht immer die richtige Wahl sein – TECHBOOK stellt die 5 besten Alternativen vor.

1 Speedport W925V (ca. 200 Euro)

Die Telekom hat eine große Marketing-Offensive gestartet. Motto: „Überall #dabei mit WLAN bis unters Dach“.  Der Router Speedport W925V ist für Telekom-Kunden und User von MagentaTV eine zuverlässige Alternative – alles aus einer Hand. Die Telekom erlaubt neben dem Kauf (regulär 199,95 Euro) auch das Mieten (4,94 Euro monatlich). Bei Bedarf lässt sich der Router auch mit Telekom-Mesh-Systemen koppeln, die in anderen Zimmern oder Etagen aufgestellt werden, um das Signal noch mal zu verstärken („Speed Home WiFi“ oder zwei WLAN-Points bei „Speed Home WiFi Duo“/jeweils 31 Tage Geld-zurück-Garantie).

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Speedport W 925 Router

✓ Anschlussgeschwindigkeiten bis 1000 MBit/s
✓ Interne ISDN-Buchse
✓ Integrierte DECT Basisstation

Vorteile: geeignet für die wichtigsten Anschluss-Arten (ADSL/VDSL-Vectoring/VDSL-SuperVectoring/Fiber-(Glasfaser) und IP; wer mietet, kann den Router bei der Telekom später problemlos in ein neues Modell tauschen (zwölf Monate Mindestlaufzeit je Modell); stark verschlüsselt und energiearm; einfache Bedienung; Expertenmodus für Profis; Einrichtung durch die Telekom auch direkt vor Ort möglich.

Nachteile: Kauf des Geräts teuer; kein Support für WLAN to go. Alternativ-Modell: Speedport Smart 3 zwar mit weniger Features, dafür aber mit Smart-Home-Funktion (159,99 Euro oder 4,94 Euro monatlich bei Miete).

2 TP-Link Archer VR27800v (ca. 170 Euro)

Archer steht für „Bogenschütze“. TP-Link trifft damit auch tatsächlich ins Schwarze: Bis zu sechs DECT-Telefone lassen sich an diesem Router zusammenschließen. Das Gerät versteht die Protokolle IPv4 und IPv6. Selbst für analogen Gebrauch stehen insgesamt vier Anschlüsse bereit.  Über den Router kann per „tpPhone“-App telefoniert werden. Die Bedienung ist intuitiv. Ein guter Bonus ist die Kindersicherungsfunktion. Top-Kauf-Argument für den Archer ist aber, dass der Router über OpenVPN einen VPN-Tunnel erstellen kann. So surfen Sie unerkannt weltweit, Sie können nicht getrackt werden. VPN-Angebote sind kostenpflichtig (z.B. PureVPN, Nord VPN oder VPN Unlimited, günstig via stacksocial.com). Der Anrufbeantworter kann Messages von bis zu 540 Minuten aufnehmen, also ideal für kleinere Firmen.

Vorteile: etwas günstiger als die Fritzbox 7590; zweimal USB3.0; gleich vier Gigabit-LAN-Ports; WiFi-n mit 2,4 GHz sowie WiFi-ac mit 5 GHz werden supportet; Kindersicherung; Tether-Zugriff (iOS und Android); vollwertige Telefon-Anlage.

Nachteile: kein ISDN-Anschluss; kein Smart-Home-Support, da das Smart-Home-Protokoll DECT-ULE nicht unterstützt wird.

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3 Asus DSL-AC68VG (ca. 183 Euro)

Supervectoring 35b und Multiuser MIMO (drei Geräte parallel) sind die Top-Optionen dieses Fritzbox-Konkurrenten, der ebenfalls WLAN mit 2,4 und 5 GHz bietet. Via USB3.0 können ein Drucker oder eine externe Festplatte angeschlossen werden. Analoge Telefone werden gleich mittels zwei Anschlüssen unterstützt, bis zu fünf DECT-Telefone können über den Router mit Telefonanlage (VOIP, Anrufbeantworter) gesteuert werden. Dank Schnellstart-Anleitung ist die Installation in kürzester Zeit auch von Technik-Laien erledigt (ID vom Anbieter und Passwort reichen im Browserfenster zur Einrichtung). Der Asus ist zukunftssicher, da er kompatibel mit ADSL, ADSL2/2+, VDSL2 und Vplus-35b-Breitbandverbindungen ist.

Vorteile: bis zu 180 Quadratmeter Übertragungsfläche bei sehr guter Performance, auch über zwei Etagen hinweg; unterstützt xDSL der großen Anbieter Telekom, Vodafone, o2 Telefonica oder 1und1; Netzwerk- und TAE-Kabel im Lieferumfang; Ai-Radar-Technik für störungsfreien Empfang; VPN implementiert; Antennen einzeln abnehmbar, um sie an anderen Orten aufzustellen.

Nachteile: kein ISDN-Port; kein Smart-Home-Support nach Protokoll DECT-ULE.

4 Turris Omnia (ca. 320 Euro)

Ein unbekannter Herstellername? Keine Sorge! Dieser Router ist ein sicheres Produkt der tschechischen Domainverwaltung CZ.NIC. An dem Routerprojekt arbeiten technische Wissenschaftler transparent seit Jahren. Ein mächtiges Produkt, das zeigen die Kennziffern: Dual-Core-Prozessor und 2 GB RAM, 8 GB interner Speicher und integrierter virtueller Server. Gleich sieben Gigabit-LAN-Anschlüsse stehen zur Verfügung. On top bietet der Turris einen Slot für Glasfaseranschlüsse, mSATA für Extra-Speicher, Mini-PCIe- und SIM-Slot sowie GPIO, SPI, I2C und UART als weitere Schnittstellen. Damit öffnet Turris den Router viel weiter als AVM seine Fritzbox. Auch das Tempo ist ein Argument für den Turris und gegen das AVM-Gerät – bis zu 114 Megabyte pro Sekunde sind möglich.

Vorteile: austauschbares 11ac-WLAN-Modul; extreme Sicherheit, meldet mögliche Botnet-Attacken; Open-Source-erweiterbar.

Nachteile: Internet-Zugang muss über externes (zuzukaufendes) Modem erfolgen, das verursacht weitere Kosten; VOIP-Telefonanlage fehlt und muss nachträglich eingebaut werden.

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5 Cudy WR1000 AC (ca. 26 Euro)

Wer für ein Gerät wie die Fritzbox keine 180 Euro ausgeben möchte, sondern nur einen praktischen Router für Kabel, DSL oder das Glasfaser-Modem ohne viele Zusatz-Features benötigt, sollte sich den Cudy WR1000 AC ansehen. Er kommt mit nur zwei Antennen aus, bietet dennoch für kleinere Wohnungen auch durch Wände hindurch eine brauchbare Leistung und ist sogar Alexa- bzw. Smart-Home-kompatibel. Nur drei Klicks sind zur Einrichtung nötig. Mit dem Cudy kann sogar ein WLAN-Gastnetzwerk eingerichtet werden.

Vorteile: Preis extrem günstig fürs Gebotene; auch als Range-Extender für mehr Reichweite einsetzbar; unterstützt fürs Gaming auch das 5-GHz-Band; Firewall und Kindersicherung integriert.

Nachteile: Weboberfläche beim Einrichten leicht verwirrend und auch nicht auf Deutsch; keine Firmware-Updates möglich; schafft maximal 100 MBit, auch bei stärkeren Leitungen; gelegentliche Verbindungsabbrüche erfordern Neustart des Routers.

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