Technik verstehen

Darum haben Kabel diesen seltsamen Zylinder am Ende

Ferritkern, Kabel
Viele Kabel besitzen diesen Zylinder.
Foto: Getty Images

Sie sind an vielen Enden eines Kabels dran: kleine Zylinder. Doch kaum jemand weiß, warum sie da sind. Dabei haben sie eine wichtige Funktion. TECHBOOK erklärt warum.

Völlig unscheinbar und dennoch ständig in unserem alltäglichen Leben verbringt er an vielen Kabelenden sein Dasein. Wir schenken ihm heute Aufmerksamkeit und erklären: Dieser scheinbar unbedeutende Knubbel macht einen verdammt guten Job!

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Was ist das?

Der Zylinder ist ein Ferritkern. Ferrit ist ein Material, das elektrisch schlecht oder gar nicht leitet. Das ist der Grund, warum Ferrit hauptsächlich in der Elektrotechnik verwendet wird. Es ist der Kern einer Spule. Ob Kabel am Fernseher oder Computer – der kleine Ferritkern kommt dort ganz groß raus.

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Was kann er?

Elektrische Geräte, die an einem Kabel angeschlossen sind, können Strahlung an die Umgebung absondern. Ähnlich einer normalen Antenne wird die Strahlung mittels sogenannter Mantelwellen aus dem Gerät vom Kabel abgegeben. Dadurch können auch andere elektronische Geräte oder ihr WLAN gestört werden. Der Ferritkern fungiert damit als Mantelwellenfilter, denn die Spule des Kerns hebt die elektromagnetischen Schwingungen auf. So kann keine störende Strahlung entstehen.

Dass unsere Geräte so funktionieren, wie sie sollen, verdanken wir also auch dem knubbeligen Zylinder am Kabelende.

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