Bewerbungsgespräche meistern

Mit diesen 7 Tipps skypen Sie sich zum neuen Job

Mit diesen Tipps glänzen Sie im Job-Interview per Skype.
Mit diesen Tipps glänzen Sie im Job-Interview per Skype.
Foto: Getty Images

Bewerbungsgespräche? Nichts leichter als das! Doch immer öfter sprechen moderne Arbeitgeber mit ihren potentiellen Job-Kandidaten auch per Skype. Mit diesen sieben Tipps geben Sie dabei eine gute Figur ab.

„Können Sie auch per Skype?“ Gute Frage. „Dann müssen Sie nicht vorbeikommen“, meint wohlwollend die Dame am anderen Ende. Na, klar.

So klingt das immer häufiger, wenn Kandidaten in das erste Vorstellungsgespräch bei potentiellen Arbeitgebern eingeladen werden. Das spart Reisekosten in der Abteilung Human Resources.

Natürlich sagt man zu. Und dann: Fragen. Noch mehr Fragen. Sieht man wirklich gut aus? Ist der Kamera-Ausschnitt richtig gewählt?

Auf diese Tipps sollten Sie hören:

1. Eine hochsichere Leitung herstellen.

Skype braucht eine sichere, schnelle Internet-Verbindung. Und Sie brauchen ganz sicher keine Ruckler und keine Unterbrechungen während des Gespräches. Eine DSL-Leitung reicht in der Regel aus. Wenn Sie WLAN nutzen, überprüfen Sie die Reichweite. Schalten Sie andere Programme, die Ihren Rechner verlangsamen könnten, sicherheitshalber aus. Testen Sie auch das Mikrofon Ihres Rechners. Vielleicht rufen Sie vor dem Gespräch einen guten Freund an. Dann erhalten Sie gleich auch noch ein ehrliches Feedback, wie Sie vor laufender Kamera wirken.

2. Die richtige Kleidung auswählen.

Prüfen Sie genau, welche Kleidung man im Unternehmen Ihrer Träume trägt. Facebook-, Twitter- und Xing-Accounts künftiger Kollegen können hier ein guter Anhaltspunkt sein. Auch wenn man Ihre untere Hälfte nicht sehen kann – seien sie gewappnet: Es kann immer sein, dass Sie wider Erwarten aufstehen müssen. Und da machen sich kurze Hosen oder Pyjamas schlecht.

3. Im Hintergrund aufräumen.

Vor dem Gespräch heißt es: Aufräumen. Zumindest im sichtbaren Hintergrund. Versteht sich von selbst: Sie lassen Ihren potentiellen Arbeitgeber ein Stück zu sich nach Hause. Und da soll er sich doch wohl fühlen. Im Zweifel statt des (gemachten) Bettes lieber eine einfarbige Wand wählen.

4. Schummeln.

Sie haben vor lauter Aufregung schlecht geschlafen und jetzt Augenringe, Sie plagen leichte oder schwere Rötungen im Gesicht, oder eine Blondierung, die ganz plötzlich doch schon etwas rausgewachsen aussieht? Dann ist immer noch nichts verloren, es gibt ja Tools.

Mit iGlasses (für Mac) von Ecamm können Sie Ihre Wirkung dank der verschiedensten Bildoptimierungen vom Weißabgleich bis zur Farbsättigung gehörig pimpen.

Je nach Betriebssystem gelingt Ähnliches mit AlterCam und ManyCam. Wenn Sie auf die Deluxe-Variante von YouCam zurückgreifen, buchen Sie quasi einen Visagisten. Und damit digitale Beauty-Effekte wie Hautglättung, Hauttonanpassung, Zahnaufhellung und das Entfernen von Augenringen. Aber Vorsicht: Nicht übertreiben! Unter Umständen schaffen Sie es ja tatsächlich in die Gespräche Nummer 2, Nummer 3, Nummer 4. Und eines davon wird ganz sicher live sein. Und dann sind alle Schwächen wieder da.

5. Locker sein.

Okay, es geht los. Auch, wenn Sie das hier vielleicht zum ersten Mal machen und danach nie wieder tun wollen: Lächeln Sie. Seien Sie locker. Und ziehen Sie keine krause Stirn! Sie haben allen Grund lässig zu sein. Denn: Anders als in einem persönlichen Gespräch können Sie theoretisch sogar einen Spickzettel nutzen. Hängen Sie ihn am besten ganz praktisch in Ihr eigenes Sichtfeld hinter der Kamera.

6. Zuhören.

Achtung, keine Unkonzentriertheiten. Ihr potentieller Arbeitgeber beobachtet Sie genau. Ihre Regungen zum Gesagten werden registriert. Seien Sie präsent! Nicken Sie! Wirken Sie souverän. Und ja, ach so: Seien Sie nicht zu lange still. Nicht, dass Ihr Gegenüber am Ende vermuten muss, die Tonleitung sei nicht in Ordnung.

7. Bei technischen Problemen nicht nervös werden

Wenn tatsächlich technisch etwas nicht funktioniert, das Netz weg ist oder war, der Ton ruckelt oder geruckelt hat: Sagen Sie es einfach. Und zwar unverzüglich.

7+1. Jetzt gilt leider nur noch eines: Fachlich überzeugen müssen Sie immer noch.

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