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Produktionsverbot ab September

Halogenlampen vor dem Aus! Das müssen Sie jetzt wissen

Halogenlampen
Nach der Glühbirne verschwindet nun auch die Halogenlampe aus dem Handel.Foto: Getty Images

Anfang September endet die Ära der Halogenlampe. Gemäß der Ökodesign-Richtlinie der EU gilt ab diesem Zeitpunkt ein Produktionsverbot für die meisten Modelle. TECHBOOK erklärt, was auf Sie zukommt und was Sie beim Lampenwechsel beachten sollten.

Erst 2012 mussten sich die Nutzer von der Glühbirne verabschieden, jetzt ist die Halogenlampe als nächstes dran. Die EU plant für den Umweltschutz, den Energieverbrauch in den Haushalten immer weiter zu optimieren, indem Geräte durch effizientere Alternativen ausgetauscht werden. Hierzu gehörten unter anderem schon Duschköpfe, Staubsauger und Backöfen.

Bereits 2016 hatte die EU-Komission die Abschaffung der Halogenlampe beschlossen, aber nochmal eine Gnadenfrist von zwei Jahren gewährt, weil sie damals die Umstellung für den Verbraucher als zu schwierig eingeschätzt hatte. LED-Leuchten waren da noch sehr teuer. Mittlerweile hat sich die Situation aber geändert, womit dem Wechsel keine großen Hindernisse mehr im Wege stehen.

Ab September 2018 dürfen nur noch wenige Modelle an Halogenlampen produziert werden. Die Läden dürfen die anderen Restbestände noch verkaufen, aber danach ist Schluss. Mit dem neuen Beschluss möchte die EU jährlich so viel Strom sparen, wie das Land Portugal in einem ganzen Jahr verbraucht.

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Welche Halogenlampen sind betroffen?

  • Alle Birnen und Kerzen-Lampen der Energieklasse D, die ungebündeltes Licht aussenden
  • Hochvolt-Halogenlampe mit einer Netzspannung von 23o Volt
  • Niedervolt-Halogenlampen mit einer Netzspannung von 12 Volt (ab Effizienzklasse C)

Ausnahmen bilden die platten Spotlampen und Halogenlampen, die bei Schreibtischen und Flutlichern verwendet werden. Das Gleiche gilt für klare Halogenlampen mit R7s und G9-Sockeln (Effizienzklasse C), da es hier noch keine Alternative gibt.

Muss ich meine Halogenlampen jetzt entfernen?

Nein, Sie können Ihre Lampen weiterhin behalten und benutzen, da es nur darum geht, dass sie nicht mehr produziert werden dürfen. Es wird höchstens für die eigenen Stromkosten empfohlen, auf energiesparsamere Lampen umzusteigen. Wenn Sie Ihre Halogen-Lampen entsorgen möchten, können Sie diese – wegen der kaum umweltbelastenden Stoffe – ganz einfach in den Hausmüll werfen.

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Halogen-, LED- und Energiesparlampe im Vergleich

Während die ursprüngliche Glühbirne nur fünf Prozent ihres Energieverbrauchs wirklich in Licht umwandelt, verbraucht die sparsamere Halogenlampe immer noch fünfmal so viel Energie wie eine LED-Leuchte. Energiesparlampen weisen hierbei die höchste Lichtproduktion auf und können bis zu 15.000 Stunden brennen.

Selbst wenn LED-Leuchten immer noch teurer als Halogenlampen sind, rechnet die EU-Komission vor, dass sich die Mehrkosten nach einem Jahr ausgleichen werden. Für die Umstellung von Halogen auf LED müssen Sie berücksichtigen, dass deren Helligkeit nicht in Watt, sondern in Lumen ermittelt wird. Als Faustregel können Sie hier davon ausgehen, dass ein Watt ungefähr zehn Lumen sind.

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