Dieses Router-Update macht WLAN zum Bewegungsmelder
Die neue Funktion nutzt vorhandene WLAN-Signale und benötigt keine zusätzlichen Sensoren oder Kameras Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski
20. August 2026, 7:58 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Der Router gehört für viele Menschen zu den Geräten, die im Alltag kaum Beachtung finden. Meist steht er irgendwo in der Wohnung und sorgt dafür, dass Streaming, Nachrichten und vernetzte Geräte funktionieren. Nun soll die Technik jedoch eine weitere Aufgabe übernehmen. Millionen Router können künftig erkennen, ob sich jemand in der Wohnung bewegt.
Hinter der neuen Funktion steht der US-Internetanbieter Comcast. Das Unternehmen hat am 18. August sein Angebot Xfinity Shield vorgestellt. Bestandteil des Pakets ist die Funktion „WiFi Motion“. Sie nutzt kompatible Xfinity-Router als eine Art Bewegungsmelder. Zusätzliche Sensoren oder Kameras werden dafür nicht benötigt.
So funktioniert die Erkennung per WLAN
Die Technik nutzt die ohnehin vorhandenen WLAN-Signale. Router stehen ständig mit Smartphones, Fernsehern und anderen Geräten in Verbindung. Bewegt sich eine Person durch einen Raum, verändern sich diese Signale.
Genau diese Veränderungen erkennt WiFi Motion. Registriert das System eine unerwartete Bewegung, kann es eine Benachrichtigung an die Xfinity-App senden. Die Funktion nutzt damit die bereits vorhandene WLAN-Infrastruktur und benötigt keine zusätzlichen Geräte.
Die Bewegungserkennung ist nicht automatisch eingeschaltet. Nutzer müssen WiFi Motion zunächst aktivieren. Anschließend stehen drei verschiedene Einstellungen zur Verfügung.
Das System kann auf die Zeiten angepasst werden, in denen sich Personen zu Hause aufhalten, unterwegs sind oder schlafen. Vor allem während der Abwesenheit oder in der Nacht soll die Funktion melden, wenn Bewegungen erkannt werden.
Für Kunden mit einem kompatiblen Xfinity-Router entstehen laut Comcast keine zusätzlichen Kosten. Zum Angebot gehören außerdem Schutzfunktionen gegen Gefahren aus dem Internet. Eltern können darüber hinaus Nutzungszeiten für einzelne Geräte festlegen oder deren WLAN-Zugang sperren.
Ähnliche Technik kommt auch in Deutschland zum Einsatz
Die Idee hinter der Bewegungserkennung per WLAN ist nicht neu. Die Telekom testete die Technik bereits im Frühjahr 2026 mit mehreren Varianten des Speedport Smart 4 sowie des Speedport 7.
Beim Speedport 7 lässt sich die Funktion laut Bedienungsanleitung inzwischen nutzen. Der Router analysiert dafür die WLAN-Signale und erkennt, ob sich jemand mit einem anderen Gerät in der Wohnung bewegt.
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