Umtausch bis Verkauf

Ungeliebte Weihnachtsgeschenke richtig umtauschen oder verkaufen

Mann und Frau tauschen Geschenke unterm Baum aus

Foto: Getty Image

Wie werde ich ungeliebte Geschenke nach Weihnachten am besten wieder los? Diese Frage wird sich der ein oder andere nach der Bescherung sicherlich stellen. Ob Umtausch, Verkauf oder Spende – TECHBOOK verrät, was Beschenkte mit nicht gewollten Gaben tun können.

Die Bescherung zu Weihnachten könnte schön und besinnlich sein, wenn da nicht die Krux mit ungeliebten oder unnützen Geschenken wäre: Falsche Größe, falsches Gerät, falsche Farbe, hat man schon, braucht man nicht.

Es gibt genügend Gründe, warum ein Technik-Präsent nicht so ankommt, wie man es erhofft hat. Zum Wegwerfen ist es aber häufig zu schade. Was also tun?

Viele Händler bieten ein verlängertes Rückgaberecht zu Weihnachten

Die natürlichste Reaktion wäre, das Geschenk an den Schenkenden zurückzugeben, meint Jochen Fuchs von der Fachzeitschrift „t3n“. So kann dieser es umtauschen oder sein Geld zurückbekommen.

Einen Anspruch oder Recht darauf gebe es im Handel allerdings nicht, erklärt Philip Heldt. „Man ist hier auf den guten Willen angewiesen“, weiß der Experte von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Im Onlinehandel dagegen gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Auch hier verlängern die meisten großen Internethändler den Experten zufolge über Weihnachten freiwillig ihre Rückgabe- oder Umtauschfristen.

Allerdings gibt es bei der Rückgabe Regeln. Viele Händler – auch Onlineshops – nehmen keine geöffnete Ware zurück, die aus hygienischen Gründen nicht mehr wiederverkauft werden kann, etwa Rasierer oder Epilierer. Hier empfiehlt es sich daher, die Verpackungen der Geräte nicht zu öffnen und eventuelle Siegel nicht zu zerstören. Letzteres gilt vor allem auch für digitale Medien wie Computer- und Konsolen-Games sowie Musik-CDs und DVDs.

Was Sie über das Rückgaberecht wissen müssen

Geschenke verkaufen über Ankaufsdienste oder Kleinanzeigen

Doch was tun, wenn man dem Schenkenden nicht sagen kann oder möchte, dass einem die Gabe nicht gefällt? In diesem Fall bietet es sich mitunter an, das Geschenk auf eigene Faust zu verkaufen, etwa über einen Ankaufdienst wie etwa Asgoodasnew, Buyzoxs, Clevertronic, Rebuy, Smallbug oder Wirkaufens.

Und Flohmärkte? Keine gute Idee, findet Verbraucherschützer Philip Heldt. Gerade für hochwertige Elektronik seien sie nicht geeignet. Profitabler ist es laut den Experten, das Gerät etwa über Online-Marktplätze wie Ebay Kleinanzeigen, Quoka oder Shpock zu versilbern. Oder man schaltet eine gedruckte Kleinanzeige in einer Zeitung – oder hängt Zettel an schwarzen Brettern aus.

Informieren Sie sich: Das sind die fiesesten Abzocken bei Ebay Kleinanzeigen

Darüber hinaus bieten lokale Facebook-Gruppen die Möglichkeit, ungewollte Geschenke anzupreisen. „Bei all diesen Optionen muss man aber etwas Zeit mitbringen und Nerven beweisen, weil sich die Preisverhandlungen hinziehen können“, warnt Jochen Fuchs.

Am besten Abholung gegen Barzahlung

Wer seine Geschenke online verkauft, sollte auf jeden Fall Vorkasse als Bezahlung verlangen. Alternativ dazu können Käufer und Verkäufer aber auch eine persönlich Übergabe mit direkter Barzahlung vor Ort ausmachen. Dann entfällt nicht nur der Versand und die Wartezeit auf das Produkt, beide Parteien gehen auch sofort mit dem Geld bzw. dem gekauften Artikel nach Hause.

Für die Preiskalkulation ist es sinnvoll, etwa über Preissuchmaschinen oder im Geschäft nachzuprüfen, wie teuer das Geschenk beim Neukauf war. Dann gilt es, einen vernünftigen Abschlag zu kalkulieren. Hierfür kann man online schauen, für wie viel Geld vergleichbare Geräte verkauft wurden.

Die weihnachtlichste Alternative

Wer ungern online verkauft, kann einfach mal im Freundes- oder Kollegenkreis fragen, ob jemand das Gerät gebrauchen könnte. Und wenn auch das nicht klappt, bleibt einem immer noch die Chance, ungeliebte Artikel beim nächsten Wichteln loszuwerden. Oder man wählt die weihnachtlichste Alternative – und spendet das nicht gewünschte Geschenk.