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KI-Musik und Bots

US-Musiker muss wegen Streamingbetrug ins Gefängnis

Ein Musiker muss wegen Tantiemenbetrug ins Gefängnis
Ein US-Musiker wurde wegen Streamingbetrugs mit KI-Songs zu 18 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt Foto: Getty Images

12. Oktober 2026, 11:36 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Ein US-Musiker ist wegen eines großangelegten Streamingbetrugs zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 54-jährige Michael Smith über mehrere Jahre hinweg mehr als 12 Millionen US-Dollar an Tantiemen kassiert haben. Dafür setzte er tausende Bots ein, die seine Musik auf Streaming-Diensten wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und YouTube Music millionenfach abspielten.

So funktionierte das System

Um die Abrufzahlen künstlich in die Höhe zu treiben, nutzte Smith nach Angaben der Ermittler bis zu 10.000 automatisierte Konten. Zusätzlich soll er zahlreiche kostenpflichtige Abonnements unter erfundenen Namen angelegt haben. Die Gebühren bezahlte er demnach mit Debitkarten, die ebenfalls auf fiktive Personen registriert waren. Insgesamt investierte er dafür mehr als 1,3 Millionen US-Dollar.

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Tausende KI-Songs pro Monat

Ein weiteres Problem bestand darin, genügend Musik für die Bot-Armee bereitzustellen. Zunächst lizenzierte Smith Titel anderer Künstler. Später ließ er sich monatlich bis zu 10.000 KI-generierte Songs erstellen. Für die Veröffentlichungen erfand er Künstlernamen und Songtitel, um die große Menge an Musik glaubwürdig erscheinen zu lassen.

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Millionen Streams durch KI-Musik

Laut Staatsanwaltschaft erzeugten die Bots im April 2023 allein rund 80,9 Millionen Streams dieser KI-Titel. Die Ermittlungen führten schließlich zu einer Anklage wegen Betrugs und Geldwäsche. Nach einer Einigung wurde Smith nun wegen Verschwörung zum Überweisungsbetrug verurteilt. Neben der Haftstrafe muss er rund 8,1 Millionen US-Dollar zurückzahlen.

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