6. Mai 2026, 12:04 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Amazon gehört mit seinen Fire TV-Sticks zu den bekanntesten Anbietern im Bereich Streaming. Die Geräte sind vergleichsweise günstig und deshalb weitverbreitet. Die erste Generation erschien 2014, zwei Jahre später folgte die zweite Version. Seitdem hat Amazon mehrere neue Modelle veröffentlicht. Ältere Geräte stoßen technisch jedoch irgendwann an ihre Grenzen, da sich Streaming-Qualität, Auflösung und Benutzeroberflächen stetig weiterentwickeln.
Auch andere Geräte wie Smartphones oder Computer sind von dieser Entwicklung betroffen. Vor diesem Hintergrund wirkt es nachvollziehbar, dass Amazon den Software-Support für ältere Fire TV-Sticks eingestellt hat. Im Dezember 2022 traf es die erste Generation, im März 2023 auch das Nachfolgemodell. Trotzdem beschäftigt dieser Schritt nun ein Gericht in den USA.
Vorwurf der geplanten Obsoleszenz
Ein Nutzer aus Kalifornien hat Klage gegen Amazon eingereicht. Laut einem Bericht des Online-Magazins „Android Police“ wirft er dem Unternehmen vor, die Geräte bewusst unbrauchbar gemacht zu haben. Ziel soll es gewesen sein, Kunden zum Kauf neuer Modelle zu bewegen. In der Klage ist von „geplanter Obsoleszenz“ die Rede. Dieser Vorwurf wurde in der Vergangenheit bereits gegen andere Technikhersteller erhoben.
Der Kläger argumentiert, dass die betroffenen Fire TV-Sticks nach dem Ende des Software-Supports deutlich schlechter funktionierten. Genannt werden unter anderem Ausfälle, ruckelnde Wiedergabe und lange Ladezeiten. Zudem spricht er von „Bricking“, also einem gezielten Lahmlegen der Geräte. Ob diese Vorwürfe zutreffen und wie die Sammelklage ausgeht, ist derzeit offen.
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Fehlende Informationen zum Support
Ein möglicher Schwachpunkt für Amazon könnte die Kommunikation rund um den Software-Support sein. Beim Verkauf der ersten Fire TV-Sticks gab das Unternehmen nicht an, wie lange Updates bereitgestellt werden. Erst im Jahr 2021 wurden Zeitpläne für die Software-Unterstützung der Geräte veröffentlicht. Dieser Schritt erfolgte, nachdem Kritik an der Einstellung des Supports für ältere Produkte laut wurde. Eine offizielle Stellungnahme zur aktuellen Klage gibt es bislang nicht. Nutzer in den USA haben jedoch die Möglichkeit, sich der Sammelklage anzuschließen.