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Auch in Deutschland?

Blutiger Skandalfilm kommt zurück ins Kino

Jim Caviezel als Jesus in „Die Passion Christi“
Jim Caviezel als Jesus in „Die Passion Christi“ Foto: picture-alliance / dpa | dpa-Film Constantin
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Woon-Mo Sung
Redakteur

4. Juli 2026, 15:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Für gewöhnlich machen Skandalfilme auf sich aufmerksam, weil sie kontroverse Themen behandeln oder explizit Sex und Gewalt zeigen. Dann entwickeln sie sich entweder zum Kultfilm oder Arthouse-Klassiker – oder beides. Kassenschlager werden sie im Normalfall nicht, aber es gibt Ausnahmen. Eine davon ist „Die Passion Christi“. Die Jesus-Geschichte soll nun zurück in die Kinos kommen.

„Die Passion Christi“ zurück in US-Kinos

Das berichtet jetzt das US-Branchenmagazin „Variety“. Demzufolge planen die Studios Lionsgate und Fathom Entertainment, „Die Passion Christi“ erneut ins Kino zu bringen. Hintergrund ist ein Remaster des Films in 4K-Qualität und einer neuen Tonabmischung in Dolby Atmos.

In den USA soll die Wiederaufführung vom 10. bis 17. September stattfinden. Interessenten werden zusätzlich eine exklusive Vorschau auf die Fortsetzung „The Resurrection of the Christ: Part One“ erhalten, die inhaltlich direkt an die Ereignisse der Vorgeschichte anknüpfen wird – selbstverständlich eng an der Bibel orientiert.

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Umstrittener Megahit

Wer nicht religiös ist, wird vermutlich mit „Die Passion Christi“ abgesehen von den blutigen Schauwerten eher wenig anfangen können. Als Mel Gibsons Regiearbeit 2004 herauskam, entwickelte sich die Bibelverfilmung jedoch rasch zum weltweiten Phänomen. Bei einem geschätzten Budget von nur 30 Millionen US-Dollar spielte er insgesamt 610 Millionen Dollar ein.

Damit ist er bis heute der erfolgreichste Independent-Film aller Zeiten, der also außerhalb der großen Hollywood-Studios entstanden ist. 20 Jahre lang war er außerdem der erfolgreichste US-Kinostart mit einem sogenannten R-Rating (Altersfreigabe ab 17 Jahren) mit 370 Millionen US-Dollar Einspiel allein in den Staaten. Erst 2024 lief ihm der Comic-Blockbuster „Deadpool & Wolverine“ den Rang ab – mit 636 Millionen US-Dollar.

Begleitet wurde die Kinoauswertung von allerlei Kontroversen in verschiedenen Ländern. Gibson musste sich den Vorwurf der übertriebenen Gewaltdarstellung gefallen lassen, wobei einige Kritiker sogar den Vergleich mit einem Snuff-Film heranzogen. Ferner wurden seinerzeit Antisemitismusvorwürfe laut, da im Film unter anderem jüdische Anführer, die Jesus‘ Hinrichtung fordern, nicht näher beleuchtet werden, während der römische Pontius Pilatus als Mensch besser wegkommt.

Wiederaufführung auch in Deutschland?

Bislang scheint der erneute Kinostart von „Die Passion Christi“ lediglich für den US-Markt geplant zu sein. Ob deutsche Kinos nachziehen werden, ist unbekannt. Hierzulande hält Constantin Film die Rechte an dem Titel. TECHBOOK hat beim Verleih nachgefragt, aber noch keine Antwort erhalten.

Gut möglich, dass man in Deutschland auf die Wiederaufführung verzichtet. Da aber ein neues 4K-Master vorliegt, wäre zumindest eine Neuauflage als HD-Blu-ray denkbar.

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