Im Berliner KitKatClub sind Kameras normalerweise unerwünscht und Smartphones streng tabu. Für eine neue ARD-Dokumentation wurde nun jedoch eine Ausnahme gemacht: „One Night at KitKat“ gewährt erstmals einen Einblick in eine der geheimnisvollsten Welten des Berliner Nachtlebens.
Ein Club, der seine Gäste abschirmt
Seit mehr als drei Jahrzehnten ist der KitKatClub eine feste Größe der internationalen Clubszene. Menschen aus aller Welt kommen nach Berlin, um dort Techno, Fetisch und sexpositive Kultur in einem Umfeld zu erleben, das bewusst mit gesellschaftlichen Konventionen bricht. Der Zutritt ist allerdings selektiv – die strenge Türpolitik gehört ebenso zum Konzept wie der Schutz der Privatsphäre.
Gerade diese Abschirmung macht den Club für Außenstehende schwer zugänglich. Fotos und Videos sind im Inneren normalerweise nicht erwünscht. Deshalb gab es bislang nur wenige authentische Eindrücke von den bekannten Samstagnächten. Für die ARD-Produktion „One Night at KitKat“ durfte ein Filmteam nun direkt vor Ort drehen und Menschen aus der Clubszene begleiten.
Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen nicht allein Musik und Nachtleben, sondern die Menschen hinter dem Mythos. So begleitet der Film unter anderem den KitKat-DJ Don Basti und seine Freundin Nora. Beide sprechen über persönliche Krisen, das eigene Körpergefühl und Erfahrungen, die zu mehr Selbstvertrauen geführt haben.
Auch die ehemalige Köchin Megan, die heute als Domina arbeitet, kommt zu Wort. Ihre Geschichte dreht sich um sexuelle Selbstbestimmung, aber auch um die Grenzen der Freiheit. Die Dokumentation beschäftigt sich damit, wie ein Club möglichst viel persönlichen Freiraum ermöglichen und gleichzeitig für die Sicherheit seiner Gäste sorgen kann. Themen wie Vertrauen, Kommunikation und gegenseitiger Respekt spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Regisseure Mohsen Najafimehri und Diba Darbari wollen mit „One Night at KitKat“ nach eigenen Angaben einen möglichst vielschichtigen Blick auf den Berliner Club und seine Besucher ermöglichen. Dabei soll weder eine Bewertung noch ein voyeuristischer Blick im Vordergrund stehen, sondern die unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen der Beteiligten.
Wegen enthaltener Nacktheit und sexueller Inhalte ist die Dokumentation ab 16 Jahren freigegeben. „One Night at KitKat“ startet am 30. September 2026 in der ARD Mediathek; täglich ist er dort allerdings erst ab 22 Uhr freigeschaltet. Im Fernsehen ist der Film anschließend am 8. Oktober 2026 um 22.55 Uhr bei 3sat zu sehen.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.