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Nach 46 Jahren

ZDF beendet eines seiner traditionsreichsten TV-Formate

Alt-Text: Zwei Personen stehen Rücken an Rücken auf einer breiten Treppe in einem hell beleuchteten Gebäude mit Bögen, Geländern und hohen Fenstern.
Nach mehr als vier Jahrzehnten beendet das ZDF die Krimiserie „Ein Fall für zwei“ mit einer letzten Staffel Foto: picture alliance / dpa
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TECHBOOK Redaktion

17. Juli 2026, 15:41 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Das ZDF verabschiedet sich von einer seiner bekanntesten Krimireihen. Der Sender hat angekündigt, „Ein Fall für zwei“ zu beenden. Bevor die Serie endet, sollen noch vier weitere Folgen ausgestrahlt werden. Diese bilden die letzte Staffel des Formats. Anschließend plant das ZDF einen 90-minütigen Spielfilm, der die Handlung abschließen soll. Die Reihe existiert mit unterschiedlichen Besetzungen bereits seit 1981.

Im Mittelpunkt der aktuellen Folgen stehen Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot als Rechtsanwalt Benni Hornberg. Die beiden Figuren arbeiten eng zusammen und lösen Fälle, bei denen Oswald im Auftrag des Anwalts ermittelt. Die Ergebnisse ihrer Nachforschungen überraschen regelmäßig Staatsanwältin Claudia Strauss, die von Bettina Zimmermann gespielt wird.

Zwölfte Staffel startet im September

Noch vor dem endgültigen Ende steht die vorletzte Staffel an. Die zwölfte Staffel des aktuellen Teams soll im September im ZDF laufen. Seit 2014 sind Mues und Monot gemeinsam für die Serie im Einsatz. Danach folgt im kommenden Jahr die 13. Staffel, mit der sich das Format verabschiedet.

Das ZDF erklärt die Entscheidung mit der künftigen Ausrichtung seines Freitagskrimis. In einer Mitteilung heißt es: „‚Ein Fall für zwei‘ hat den ZDF-Freitagskrimi über mehr als vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt und Generationen von Zuschauern begleitet. Umso schwerer fällt nach reiflicher Überlegung die Entscheidung, die Reihe zu beenden.“ Gleichzeitig betont der Sender, dass der Freitagskrimi mit einer stärkeren Konzentration auf wenige Reihen erhalten bleiben soll.

Hauptdarsteller äußern sich zum Ende

Auch die beiden Hauptdarsteller haben die Entscheidung kommentiert. Wanja Mues sagte: „Ein großes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte findet sein Ende. Das tut mir leid für die vielen Millionen treuer Fans, die uns am Freitagabend regelmäßig begleitet haben.“

Antoine Monot blickt dagegen bereits auf die verbleibenden Projekte. Er erklärt: „Unser ganz persönlicher ‚Fall für Mues und Monot‘ ist noch lange nicht vorbei: Wir stehen gemeinsam mit dem Live-Hörspiel Pater Brown auf der Bühne und drehen 2027 den 90-Minüter ‚Ein Fall für zwei‘, der dann als Abschluss im ZDF ausgestrahlt wird. Darauf freuen wir uns.“

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Die Geschichte der Serie reicht bis 1981 zurück

Die erste Folge von „Ein Fall für zwei“ wurde am 11. September 1981 ausgestrahlt. In der Auftaktepisode „Die große Schwester“ trat die spätere Serienfigur Josef Matula zunächst als Frankfurter Polizeibeamter auf. Dort begegnete er erstmals Rechtsanwalt Dieter Renz.

Josef Matula entwickelte sich im Laufe der Jahre zur prägenden Figur der Reihe. Claus Theo Gärtner verkörperte den Ermittler mehr als drei Jahrzehnte lang. Während die Anwälte in der Serie mehrfach wechselten, blieb Matula über viele Jahre die zentrale Figur. Mit dem Ausscheiden des Darstellers nach 300 Folgen im Jahr 2013 endete eine wichtige Phase der Seriengeschichte.

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Neustart mit neuem Team

2014 brachte das ZDF das Format in neuer Form zurück. Obwohl der Titel erhalten blieb, sprach der Sender damals von einer „vollkommen neuen Serie“. Seit Mai 2014 entstanden bis Juli 2026 insgesamt 46 Folgen mit Antoine Monot und Wanja Mues in den Hauptrollen.

Zum Freitagskrimi des ZDF gehörten in der Vergangenheit unter anderem Reihen wie „Der Kommissar“, „Derrick“, „Siska“ und „Der Staatsanwalt“. Als langjähriges Format läuft weiterhin „Der Alte“, das seit 1977 in München spielt. Seit 2012 ist zudem „Die Chefin“ Teil des Angebots. Anfang 2026 kam mit „Mordufer“ eine weitere Krimiserie hinzu. Nach Angaben des ZDF soll sie das bisher überwiegend städtisch geprägte Krimiangebot um eine stärker landschaftlich geprägte Kulisse ergänzen.

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