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Kurioses Vorgehen

Wie ein oscarnominierter Netflix-Film Wölfe abschrecken und Rinder retten soll

Scarlett Johansson in "Marriage Story"
Bitte was? Ja, „Marriage Story“ hilft tatsächlich dabei, Wölfe zu vertreiben Foto: picture alliance / Everett Collection | ©Netflix/Courtesy Everett Collection
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Woon-Mo Sung
Redakteur

5. August 2025, 14:57 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Der Fuchs stiehlt bekanntlich gerne mal die Gans, während Wölfe es auf Rinderfarmen in den USA abgesehen haben. Um Letztere zu verscheuchen, kommen nun neuartige Mittel zum Einsatz – darunter der Netflix-Film „Marriage Story“.

Das geht aus einem neuen Bericht beim „Wall Street Journal“ hervor. Demnach würde neuerdings das US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture) zu modernen, aber auch ungewöhnlichen Methoden greifen, um das Vieh auf Farmen im gesamten Land vor Fressfeinden zu schützen. Dies geschieht mithilfe von Drohnen, Lichtern und Lautsprechern, aus denen unter anderem auch eine zentrale Szene aus „Marriage Story“ ertönt.

Emotionale Szene aus „Marriage Story“ zum Viehschutz

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Die kleinen ferngesteuerten Flugzeuge sind unter anderem mit Thermalkameras ausgestattet, um Wölfe in der Nacht ausfindig zu machen. Anschließend setzt man ein helles Flutlicht auf die Raubtiere, während laute Geräusche ertönen. Dazu gehören etwa das Knallen von Feuerwerk, Schüsse und sich streitende Personen. Eine Aufnahme stammt dabei aus dem Netflix-Film „Marriage Story“.

Konkret soll es um die große Streitszene zwischen den Stars Scarlett Johansson und Adam Driver gehen, in der sie sich anbrüllen und allerlei Vorwürfe machen. Beide spielen das Noch-Ehepaar Charlie und Nicole Barber, das sich im aktiven Scheidungsprozess und damit auch in einer juristischen Schlammschlacht befindet.

Der Film von 2019 war für sechs Oscars nominiert, darunter Driver und Johansson als beste Hauptdarsteller. Gewonnen hat aber Laura Dern als beste Nebendarstellerin in der Rolle der Scheidungsanwältin Nora Fanshaw.

„Menschen sind schlecht“

„Marriage Story“ ist nicht das einzige bekannte Kulturgut mit abschreckender Wirkung auf Tiere. Auch der Song „Thunderstruck“ der Rockband AC/DC soll zum Einsatz kommen, um die Fleischfresser zu verjagen. Wie ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums erklärt, müssen die Wölfe reagieren und „erfahren, dass Menschen schlecht“ seien.

Die Regierung setzt auf entsprechend vorbereitete Drohnen, weil insbesondere Grauwölfe lange Zeit auf der Regierungsliste für bedrohte Tierarten standen. Der Einsatz scheint sich zu lohnen: Nachdem zum Beispiel im Süden des US-Bundesstaates Oregon innerhalb von 20 Tagen elf Kühe getötet wurden, begann man mit den lautstarken Fluggefährten. Danach seien nur noch zwei Kühe innerhalb der nächsten 85 Tage gerissen worden.

Woon-Mo Sung
Redakteur

Meine Playlist für eine Anti-Wolf-Drohne

„Dass AC/DC und ein Scheidungsdrama dabei helfen, Wölfe zu verscheuchen, ist einfach nur kurios. Aber nun gut, Hauptsache, es hilft. Das bringt mich allerdings auf die Idee, mir Gedanken um meine eigene Playlist zu machen. Was würde ich wohl draufpacken?

Ganz sicher meine aktuelle Lieblingsband: Wargasm auf London. Die machen einen hochenergetischen Mix aus Metal, Punk, Elektro und ein wenig HipHop, und die pumpenden Beats und sägenden Gitarren bei gleichzeitigem Geschrei tönen mich zwar tierisch an, das Tier aber hoffentlich ab. Und überhaupt: Metal in irgendeiner Form muss es sein, aber vielleicht auch die Rap-Schreihälse von Onyx und M.O.P.

Und was Filmszenen anbelangt, könnten Wölfe auch eine gehörige Portion ‚The Wolf of Wall Street‘ vertragen. In den drei Stunden Laufzeit haben Stars wie Leonardo DiCaprio, Margot Robbie oder Rob Reiner so einige heftige Schrei-, Streit- und Fluchausbrüche. Und wer auch immer funktioniert: Al Pacino. Am besten als zugekokster Tony Montana in ‚Scarface‘. M16-Schussgeräusche inklusive. Das finden die Wölfe garantiert zum Heulen.“

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