2. November 2026, 13:44 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Über Jahre hinweg kamen und gingen Ermittler, Fan-Lieblinge verabschiedeten sich und selbst nach dem vermeintlichen Ende gelang noch einmal ein Comeback. Doch diesmal gibt es keine weitere Rückkehr: 2027 wird das letzte Kapitel von „Criminal Minds“ aufgeschlagen und eine mehr als 20-jährige TV-Ära endgültig beendet.
Nach mehr als zwei Jahrzehnten steht das endgültige Ende von „Criminal Minds“ fest. Die Fortsetzung „Criminal Minds: Evolution“ wird mit der kommenden 20. Staffel abgeschlossen, wie etwa „Variety“ berichtet. Die letzten Folgen sollen 2027 bei Paramount+ erscheinen. Einen konkreten Starttermin gibt es bislang nicht.
Damit endet eine der langlebigsten Krimiserien der vergangenen Jahrzehnte. „Criminal Minds“ startete 2005 beim US-Sender CBS und brachte es in seiner ursprünglichen Form auf 15 Staffeln. 2022 folgte schließlich die Wiederbelebung als „Criminal Minds: Evolution“ beim Streaming-Dienst Paramount+.
Nach fünf „Evolution“-Staffeln ist Schluss
Im Mittelpunkt der Reihe steht die Behavioral Analysis Unit, kurz BAU. Die FBI-Einheit versucht mithilfe von Täterprofilen, besonders gefährliche Kriminelle aufzuspüren. Die ursprüngliche Serie setzte stark auf weitgehend abgeschlossene Fälle. In der Fortführung „Evolution“ sind die bekannten Charaktere hingegen mehr in einer episodenübergreifenden Geschichte involviert, mit der die Macher eher auf das Streaming- als auf das TV-Publikum setzen.
Die 20. Staffel von „Criminal Minds“ entspricht gleichzeitig der fünften Staffel seit der Wiederbelebung als „Evolution“. Danach soll endgültig Schluss sein.
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Showrunnerin Erica Messer blickt zum angekündigten Ende entsprechend emotional auf die lange Geschichte der Serie zurück. Sie betont, wie viel „Criminal Minds“ für die Menschen bedeutet habe, die über Jahre an der Produktion beteiligt waren. Gleichzeitig bedankt sie sich bei Cast, Autoren, Regisseuren, Crew und vor allem den Fans, deren Treue die Serie über einen derart langen Zeitraum begleitet hat.
Zum Ensemble der neueren Staffeln gehören zwar weiterhin zahlreiche bekannte Gesichter, darunter Joe Mantegna als David Rossi, A.J. Cook als Jennifer „JJ“ Jareau, Kirsten Vangsness als Penelope Garcia, Aisha Tyler als Tara Lewis, Adam Rodriguez als Luke Alvez und Paget Brewster als Emily Prentiss. Das Ende kommt dennoch zu einem Zeitpunkt, an dem sich „Criminal Minds“ längst deutlich von der Serie ihrer Anfangsjahre entfernt hat.
Der alte Charme von „Criminal Minds“ ist längst verloren gegangen
„‚Criminal Minds‘ war für mich nie besser als in seinem ersten Drittel. Die düsteren Fälle und das psychologische Profiling funktionierten vor allem deshalb so gut, weil dahinter eine BAU stand, deren Zusammenspiel die Serie getragen hat.
Spencer Reid (Matthew Gray Gubler) und Derek Morgan (Shemar Moore) waren dafür zwei Schlüsselfiguren. Spätestens mit Morgans Abschied in Staffel 11 bekam diese Dynamik erste deutliche Risse. Reid hielt der ursprünglichen Serie zwar bis Staffel 15 die Treue, ist bei ‚Criminal Minds: Evolution‘ aber ebenfalls nicht mehr Teil des Teams.
Die Serie konnte solche Verluste eine Weile kompensieren. Doch je stärker sich Besetzung und Ton veränderten, desto mehr ging von der ursprünglichen DNA verloren. ‚Evolution‘ mag für sich genommen funktionieren, fühlt sich für mich aber längst nicht mehr wie das ‚Criminal Minds‘ an, das mich ursprünglich begeistert hat.
Vielleicht ist genau deshalb jetzt der richtige Zeitpunkt für das Ende. Lieber ein geplanter Abschied, als die BAU immer weiter von dem zu entfernen, was sie einmal besonders gemacht hat.“
Eine Krimiserie prägt mehr als 20 Jahre Fernsehen
Unabhängig davon, wie man die späteren Staffeln bewertet, ist die Lebensdauer von „Criminal Minds“ bemerkenswert. Nur wenige Serien schaffen es, über einen derart langen Zeitraum ausgestrahlt, beendet, wiederbelebt und anschließend erneut über mehrere Staffeln fortgesetzt zu werden.
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2027 soll sich dieser Kreis mit Staffel 20 endgültig schließen. Für Paramount+ bleibt nun vor allem eine Aufgabe: „Criminal Minds“ nach mehr als zwei Jahrzehnten ein Finale zu geben, das seiner Geschichte gerecht wird.