Eigentlich war für die Autobahn-Cops nach 25 Jahren Schluss. Doch auf YouTube erlebt „Alarm für Cobra 11“ ein überraschend erfolgreiches Comeback.
„Alarm für Cobra 11“ gehörte lange zu den bekanntesten Serien im deutschen Privatfernsehen. Anfang der 2000er-Jahre schalteten regelmäßig mehrere Millionen Zuschauer ein, wenn Autobahnpolizist Semir Gerkhan und seine Kollegen Verbrecher verfolgten. Sinkende Zuschauerzahlen führten schließlich dazu, dass RTL 2021 nach 25 Jahren und 378 Folgen das Serienfinale ausstrahlte.
Das bedeutete allerdings nicht das Ende der Serie. Seit 2025 sind mehr als 200 Folgen auf YouTube verfügbar und finden dort ein großes Publikum. Insgesamt wurden sie inzwischen mehr als 30 Millionen Mal aufgerufen. RTL-Chef Stephan Schmitter und YouTube-Manager Pedro Pina präsentierten die Zahlen auf der TV-Messe Mipcom in Cannes.
Cobra 11 erreicht ein jüngeres Publikum
Interessant für RTL ist dabei auch, wer sich die alten Folgen anschaut. Rund 83 Prozent der Zuschauer auf YouTube sind Männer, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 30 Jahren. Die Serie erreicht über die Videoplattform damit ein vergleichsweise junges Publikum.
Der Erfolg auf YouTube wirkt sich laut Schmitter zudem auf den Streaming-Dienst RTL+ aus. Dort stiegen die Erstabrufe von „Alarm für Cobra 11“ um 123 Prozent. Auch bei den mit der Serie verbundenen Neuabonnements meldet RTL ein Plus von 26 Prozent. Während zahlreiche Episoden kostenlos bei YouTube verfügbar sind, finden Zuschauer weitere Folgen bei RTL+.
YouTube-Erfolg bringt RTL Millionen
Von der Kooperation profitiert RTL auch bei der Werbevermarktung. Über die Tochter Ad Alliance bündelt das Unternehmen Werbeplätze aus dem linearen Fernsehen, RTL+, Sky und YouTube. Laut Schmitter sorgt dieses Modell für zusätzliche Einnahmen von fast zehn Millionen Euro.
Eine Rückkehr von „Alarm für Cobra 11“ mit einer neuen Staffel zeichnet sich dadurch allerdings nicht ab. Wegen der hohen Produktionskosten gilt eine Fortsetzung als unrealistisch. Die Millionen Klicks schenken dem Action-Klassiker damit zwar ein zweites Leben, neue Fälle von Semir Gerkhan sind damit aber noch nicht in Sicht.
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