Genervt von Kinderliedern? Spotify bringt Gratis-Lösung für Familien
Gute Laune bei kleinen Musik-Fans. Sie bekommen bei Spotify jetzt ihre eigenen Konten. Foto: Getty Images
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Mats Pache
22. Juli 2026, 7:52 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Wer Spotify mit Kindern teilt, kennt das Problem: Die Lieblingssongs der Kleinen tauchen plötzlich in den eigenen Empfehlungen auf, dominieren den Jahresrückblick und sorgen für chaotische Playlists. Genau dagegen führt Spotify jetzt eine Funktion ein, die bislang zahlenden Premium-Kunden vorbehalten war.
Verwaltete Konten stehen ab sofort auch Nutzern der kostenlosen, werbefinanzierten Spotify-Version zur Verfügung. Das hat der Streaming-Dienst in einem Blog-Beitrag bekannt gegeben. Damit können Eltern ihren Kindern ein eigenes Spotify-Erlebnis bieten, ohne dafür ein zusätzliches Abo abschließen zu müssen.
Eigene Playlists und Empfehlungen für Kinder
Mit den verwalteten Konten erhalten Kinder Zugriff auf viele Funktionen eines persönlichen Spotify-Profils. Dazu gehören eigene Playlists, individuelle Musikvorschläge und ein separater Jahresrückblick im beliebten Spotify Wrapped.
Der Vorteil liegt vor allem in der Trennung der Hörgewohnheiten. Musik, Hörspiele und Kinderlieder beeinflussen nicht länger die Empfehlungen der Eltern. Gleichzeitig bleibt auch der persönliche Spotify-Rückblick frei von den meistgespielten Songs des Nachwuchses.
Mehr Kontrolle über die Inhalte
Neben der Trennung der Konten erweitert Spotify auch die Kontrollmöglichkeiten für Erziehungsberechtigte. Inhalte, die von Rechteinhabern als ungeeignet eingestuft werden, lassen sich ausblenden. Zudem können Eltern gezielt einzelne Songs oder Künstler sperren.
Dadurch entsteht ein stärker kontrolliertes Umfeld, ohne dass Erwachsene selbst auf bestimmte Musik verzichten müssen. Die Einstellungen gelten ausschließlich für das verwaltete Konto des Kindes.
Spotify hat die neuen Kinderkonten zudem mit zusätzlichen Schutzmechanismen ausgestattet. Verwaltete Profile sind standardmäßig privat und können nicht über die Suchfunktion gefunden werden. Auch Nachrichtenfunktionen stehen dort nicht zur Verfügung.
Videos sowie die kurzen Canvas-Animationen, die viele Songs begleiten, sind ebenfalls deaktiviert. Das soll dazu beitragen, jüngere Nutzer besser vor ungeeigneten Inhalten zu schützen.
Mit der Erweiterung verfolgt Spotify das Ziel, jedem Familienmitglied ein persönlicheres Musikerlebnis zu ermöglichen. Kinder erhalten individuelle Empfehlungen, während Eltern ihre eigenen Hörstatistiken und Vorschläge behalten.
Für Nutzer dürfte vor allem die saubere Trennung der Profile interessant sein. Wer bislang regelmäßig Kinderlieder in den persönlichen Top-Songs oder Empfehlungen gefunden hat, bekommt mit den verwalteten Konten nun eine einfache Lösung. Die neue Funktion wird ab sofort für kostenlose Spotify-Konten ausgerollt.
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