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Milliardendeal

Disney gibt Stitch, Arielle und Co. an ChatGPT-Macher

Szene aus „Lilo und Stitch“ 2025
Disney lizenziert etliche Figuren, darunter auch Stitch, an OpenAI Foto: picture alliance / Everett Collection | ©Walt Disney Co./Courtesy Everett Collection
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Woon-Mo Sung
Redakteur

12. Dezember 2025, 14:37 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Disney und OpenAI haben einen neuen Geschäftspakt verkündet. Es ist einer der bislang weitreichendsten Schritte eines Medienkonzerns im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Disney investiert eine Milliarde US-Dollar in OpenAI und gewährt dem Unternehmen für drei Jahre eine umfassende Lizenz. Nutzer des Videodienstes Sora können damit Kurzfilme mit mehr als 200 Figuren aus dem Disney-Universum erstellen.

Das bringt Disney alles zu Sora von OpenAI

Die Auswahl umfasst Charaktere aus Marvel, Star Wars, Pixar sowie klassische Zeichentrickfiguren. Wie „Associated Press“ berichtet, handelt es sich um die erste umfassende Lizenz dieser Art für eine KI-Plattform. Disney will damit neue Formen digitaler Inhalte ermöglichen, ohne die Kontrolle über eigenes Material aus der Hand zu geben.

Zu den nutzbaren Figuren gehören unter anderem Micky Maus, Minnie Maus, Lilo, Stitch, Arielle, Belle, Baymax, Simba und Mufasa sowie Charaktere aus Filmen wie „Encanto“, „Die Eiskönigin“, „Alles steht Kopf“, „Vaiana“, „Die Monster AG“, „Toy Story“, „Oben“ und „Zoomania“. Hinzu kommen animierte und illustrierte Versionen bekannter Marvel- und Lucasfilm-Figuren wie Black Panther, Iron Man, Loki, Captain America, Darth Vader oder Yoda. Aber auch bekannte Umgebungen, Requisiten, Fahrzeuge und Kostüme gehören dem US-Branchenmagazin „Variety“ zufolge dazu.

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So sollen Fans bei OpenAI Disney-Inhalte erstellen können

Sora darf künftig kurze Videos erzeugen, die sich an Formaten sozialer Plattformen orientieren. Auch ChatGPT Images soll die Funktion unterstützen. Nutzer erhalten aus wenigen eingegebenen Worten vollständig generierte Bilder. Besonders gelungene Clips können außerdem auf Disney+ erscheinen. Dabei bleibt Disney beim Schutz eigener Marken konsequent. Schauspielerähnlichkeiten und originale Stimmen sind ausgeschlossen, ebenso die Nutzung geschützter Inhalte zum Training der Modelle. Nutzerkonten von Sora werden nicht mit Disney-Diensten verknüpft.

Disney wird nach Angaben der Unternehmen zudem ein großer Kunde von OpenAI. Dazu zählen die Nutzung von Schnittstellen zur Entwicklung neuer Produkte und Funktionen, auch für Disney+. ChatGPT soll dabei intern eingesetzt werden. Beide Unternehmen planen neue Angebote für Abonnenten mit Hilfe der OpenAI-Modelle. Erste Inhalte werden für Anfang 2026 erwartet.

Großer Schritt für Disney und Fans

Der Deal zwischen Disney und OpenAI bedeutet, dass der Mäusekonzern eine stärkere Einbindung seiner Abonnenten anstrebt, insbesondere durch nutzergenerierte Kurzformate. Einen solchen Schritt hatte man bereits zuvor angekündigt, wie TECHBOOK berichtete. Die Unternehmen betonen, dass sie KI verantwortungsvoll einsetzen wollen und dabei Rechte der Kreativen geschützt bleiben sollen.

Parallel führt Disney rechtliche Schritte gegen Anbieter fort, denen unzulässige Nutzung eigener Inhalte vorgeworfen wird. Dazu gehören aktuelle Schreiben an Google, Meta und Character.AI sowie laufende Klagen gegen weitere KI-Unternehmen. Sora selbst stand zuletzt in der Kritik, weil eine frühere Version des Systems ein aktives Opt-out für Rechteinhaber verlangte. OpenAI habe laut „Variety“ inzwischen zusätzliche Kontrollmöglichkeiten eingeführt.

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