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Marvel-Blockbuster

Neuer Superhelden-Film darf in zwei Ländern nicht erscheinen

Doctor Strange 2: Marvel-Logo mit Iron Man
Marvel steht wie kein anderes Studio für bildgewaltige Superhelden-ActionFoto: Getty Images

Gleich zwei Länder wollen den neuen Superhelden-Film von Marvel nicht zeigen. Beide führen denselben Grund an.

Marvel ist aktuell das Nonplusultra in Sachen Superhelden-Blockbuster. Und auch, wenn Serien wie „WandaVision“ auf dem eigenen Streaming-Dienst Disney+ sehr erfolgreich sind, bleiben die großen Kinofilme das Aushängeschild. Der wahrscheinlich dieses Jahr am sehnlichsten erwartete Film des Studios ist „Doctor Strange 2“. Ausgerechnet dieser Film darf nun in gleich zwei Ländern nicht in den Kinos erscheinen.

„Doctor Strange 2“ in Ägypten und Saudi-Arabien verboten

Der erste „Doctor Strange“ hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Zwar tauchte der von Benedict Cumberbatch gespielte Zauberer in einigen Marvel-Filmen auf und spielte etwa in „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“ eine entscheidende Rolle. Auf einen weiteren Solo-Film mussten die Fans nun aber doch eine ganze Weile warten. Nach 2016 kommt 2022 „Doctor Strange 2“ unter dem Titel „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ in Kinos. Aber nicht in allen Ländern. Sowohl Ägypten als auch Saudi-Arabien haben bereits verkündet, den Superhelden-Blockbuster nicht zu zeigen.

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Grund ist eine Figur namens America Chavez, gespielt von Xochitl Gomez. Die junge Superheldin wird mit dem Film erstmals eingeführt. Nicht nur ihre außergewöhnlichen Kräfte – sie kann (Achtung Spoiler) fliegen, ist übermenschlich stark und kann Portale in andere Dimensionen und Realitäten erschaffen – machen sie zu einer besonderen Figur. Sie ist auch die erste LGBTQ+ Rolle im Marvel Cinematic Universe. Homosexualität ist sowohl in Ägypten als auch Saudi-Arabien verboten. Es ist noch nicht bekannt, wie explizit America Chavez‘ Sexualität überhaupt dargestellt wird. Trotzdem hat u.a. IMAX Egypt über Twitter verkündet, den Film nicht zeigen zu wollen.

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Grund für Kino-Bann ist kein Einzelfall

Die Reaktionen etwa auf den erwähnten Twitter-Post fallen recht vernichtend aus. Viele Twitter-Nutzer zeigen kein Verständnis für die Entscheidung, andere schlagen vor, einfach eine zensierte Fassung in den Kinos zu zeigen. Dazu muss man wissen, dass der Fall „Doctor Strange 2“ kein vereinzelter ist. Erst im vergangenen Jahr wurde „Eternals“ in gleich fünf Ländern verboten. Grund war die Darstellung einer homosexuellen Beziehung und einer alternativen Entstehungsgeschichte der Menschheit. Diese gilt in einigen Ländern, darunter etwa Saudi-Arabien und Katar, als blasphemisch.

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Und bereits 2017 gab es Streit um Disneys Realverfilmung von „Die Schöne und das Biest“. Die im Film von Josh Gad verkörperte Figur LeFou ist ebenfalls homosexuell, was im Film in einigen wenigen Stellen deutlich wird. Etwa Malaysia wollte den Blockbuster deshalb nur in einer zensierten Fassung zeigen; Disney widersprach dem vehement mit dem Verweis, bewusst mehr Diversität in den eigenen Produktionen präsentieren zu wollen. Letztlich erschien der Film dann gar nicht in den Kinos des Landes. Eine zensierte Fassung dürfte deshalb auch bei „Doctor Strange 2“ nicht in Frage kommen, steht hinter Marvel doch ebenfalls Disney.

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America Chavez in „Doctor Strange 2”

Mit America Chavez stößt eine Figur zum MCU, die als Miss America bekannt ist und seit 2011 Teil der Comic-Vorlage ist. Seit 2013 ist sie Mitglied der Young Avengers. In den Comics wächst sie bei ihren zwei Müttern in einem Paralleluniversum auf, bevor es sie auf unsere Erde verschlägt. Besonders ihre Fähigkeit, Portale zu erschaffen, macht sie zur wahrscheinlich spannendsten Figur in „Doctor Strange 2“. Wie einer der Trailer bereits zeigte, wird die junge Frau deshalb von finsteren Mächten verfolgt. Und auch für Wanda Maximoff aka Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) sind die Kräfte der Superheldin interessant, würden sie ihr doch die Möglichkeit bieten, ihre verlorenen Kinder wiederzusehen. In Deutschland ist „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“ ab dem 04. Mai in den Kinos zu sehen.

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