CES in Las Vegas

Das „Royole Flexpai“ ist das erste faltbare Smartphone

The folding and capabilities of the Royole FlexPai tablet and phone are demonstrated at the Royole booth at CES 2019 consumer electronics show, January 8, 2019 at the Las Vegas Convention Center in Las Vegas, Nevada.
Die biegsame Displayfolie von Royoles Flexpai soll sich bis zu 200.000 Mal biegen lassen
Foto: ROBYN BECK/AFP/Getty Images

Viele Verbraucher nutzen neben dem Smartphone auch ein Tablet – es bietet dank des größeren Displays mehr Komfort. Ein Hersteller will nun beides in einem Gerät vereinen: Dank faltbarem Display wird aus dem Tablet im Handumdrehen ein Smartphone.

Royoles Flexpai ist ein Tablet, das man zu einem Smartphone zusammenklappen kann. Die Vorderseite des auf der Elektronikmesse CES (8. bis 11. Januar) vorgestellten Geräts wird fast ausschließlich von einem faltbaren Display eingenommen. Das Flexpai kann mit Hilfe eines Scharniers in der Mitte zusammengeklappt werden – der Bildschirm bleibt dabei auf den Außenseiten.

The folding and capabilities of the Royole FlexPai tablet and phone are demonstrated at the Royole booth at CES 2019 consumer electronics show, January 8, 2019 at the Las Vegas Convention Center in Las Vegas, Nevada.

Foto: ROBYN BECK/AFP/Getty Images

Display basiert auf einer Folie

Das Geheimnis dahinter ist eine Displaytechnologie, die auf sehr dünne und biegsame Folien setzt, die sich rund 200.000 Mal biegen lassen solle, sagte Royole-Chef Bill Liu. Mit dem flexiblen Gerät sollen Nutzer nicht mehr Tablet und Smartphone, sondern nur noch ein Gerät kaufen müssen. Die flexible Bauart macht das Gerät laut Liu sehr unempfindlich gegen Sturzschäden.

Aktuell ist das Flexpai noch nicht im Handel erhältlich, sondern es ist ein Entwicklergerät, für das erst noch spezielle Anwendungen geschaffen werden. Softwareentwickler können es zum Preis von rund 1300 Euro kaufen. Einen Serienpreis nannte Royole noch nicht.

Royole-CEO Bill Liu zeigt das Flexpai

Die biegsame Displayfolie von Royoles Flexpai soll sich bis zu 200.000 Mal biegen lassen. Foto: Andrea Warnecke

Biegbare Displays auch in anderen Bereichen

Royoles flexible Displaytechnik soll sich nicht auf Smartphones beschränken. Bill Liu nannte weitere Anwendungsmöglichkeiten, etwa großflächige Oberflächendisplays in Autos oder Flugzeugcockpits, aber auch Wertetafeln, Kunst oder Kleidung mit Display.

Samsung hatte im November den Prototypen eines ähnlichen Geräts vorgestellt – bei dem Smartphone-Marktführer wird der Tablet-Bildschirm aber nach innen eingeklappt. Für die Smartphone-Funktionalität auf der Außenseite gibt es einen zusätzlichen zweiten Bildschirm. Auch andere Hersteller arbeiten laut Medienberichten an faltbaren Smartphones.

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