Bei Messengern und in sozialen Netzwerken verbreiten Nutzer*innen vermehrt eine Nachricht, die vor hinterlistigen Betrügern warnt. Es geht um Masken gegen Corona, Betäubungsmittel und Raub. Auch mich erreichte der Text über WhatsApp.
Kettenbriefe, die sich rasend schnell über WhatsApp, Facebook und andere Netzwerke verbreiten, gibt es schon lange. Erstaunlich sind immer aufs Neue die waghalsigen, beängstigenden Geschichten, die sie erzählen. Diesmal macht eine Nachricht die Runde, die sich besonders perfide auf die aktuelle Corona-Lage bezieht und die Angst vor Masken schürt.
Kettenbrief warnt vor Betäubungsmittel in Masken
Im aktuellen Fall wird davor gewarnt, dass Betrüger von Tür zu Tür gehen würden, um Masken zu verteilen. Diese sollen mit Betäubungsmitteln getränkt sein. Wer sie aufsetzt, kippt demnach direkt um und wird ausgeraubt. Eine wilde Geschichte, die im Wortlaut so klingt:
Diese Nachricht wird derzeit massenhaft zum Beispiel über WhatsApp weitergeleitet Foto: TECHBOOK
Was ist an den Behauptungen dran?
Die Behauptungen im Kettenbrief sind frei erfunden. Das verrät einem nicht nur der gesunde Menschenverstand. Im bundesweiten Presseportal finden sich unter den Polizeimeldungen auch keine entsprechenden Einträge unter relevanten Keywords. So eine absurde Masche würde hier definitiv auftauchen. Der vermeintliche Beitrag im MDR ist ebenfalls nichts auffindbar.
Wer steckt hinter dem WhatsApp-Kettenbrief zu Betäubungsmittel-Masken?
Wer hinter dem Brief steckt, kann man nicht nachvollziehen. Sehr wohl aber, wann und wo er das erste mal auftauchte. Die Erzählung ist nämlich nicht neu. Im April 2020 machte der Brief nachweislich bereits die Runde. Es handelt sich außerdem um kein rein deutsches Phänomen. Auch im Ausland war der Kettenbrief damals im Umlauf und stammt sogar ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum.
Allgemein gilt, die Weiterleiten-Funktion von Nachrichten in Messengern wie WhatsApp nur sparsam zu nutzen. Klar, lustige Bildchen gehören für viele dazu. Hüten Sie sich aber vor solchen Falschmeldungen oder gar Nachrichten mit strafbarem Inhalt oder Symbolen. Denken Sie immer daran, auch wenn Sie Dinge nur weiterleiten, kann man Sie am Ende dafür verantwortlich machen.
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