Cyber-Kriminologe warnt

Dieser WhatsApp-Kettenbrief ist brandgefährlich!

Die erschreckende Fratze jagt Kindern Angst ein
Foto: Twitter

Ein neuer und sehr gefährlicher Kettenbrief verbreitet sich derzeit über WhatsApp, Instagram & TikTok. Eine Gruselfratze fordert Kinder und Jugendliche zu lebensgefährlichen Aufgaben heraus.

Im Jahr 2016 machte die sogenannte Blue Whale Challenge negative Schlagzeilen. Per Kettenbrief wurden 50 Aufgaben (eine für jeden Tag) vornehmlich an Jugendliche und Kinder verschickt. Diese wurden immer extremer und endeten sogar lebensgefährlich für die Heranwachsenden. Nun macht eine Abwandlung die Runde, in Form einer fiesen Gruselfratze. Deutschlands bekanntester Cyber-Kriminologe Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger warnt auf seiner LinkedIn-Seite.

Vorsicht vor „Grusel-Goofy“ Jonathan Galindo

Laut Dr. Rüdigers Posting gibt es auf WhatsApp, Instagram und TikTok zahlreiche Accounts mit der Gruselfratze. Er beschreibt, wie die Masche auf Instagram und TikTok funktioniert. Sobald demnach eine Kontaktanfrage angenommen wird, landet bei den Opfern ein Link im Postfach. Dieser führt zu einer Aufgaben-Liste – also wie bei der #Bluewhalechallenge. Die Aufgaben sollen erneut immer schlimmer werden und teilweise lebensgefährlich sein. Dr. Rüdiger berichtet, von einem konkreten Fall in seinem Bekanntenkreis.

Die erschreckende Fratze jagt Kindern Angst ein
Foto: Twitter

Wie der alles andere als harmlose Hoax auf WhatsApp abläuft, kann relativ genau vermutet werden. Dort wird sicherlich ein Kettenbrief mit dem entsprechenden Link die Runde machen. Das passiert übrigens nicht zum ersten Mal. Vor rund zwei Jahren trieben bereits Unbekannte in verschiedenen Ländern mit einer anderen Horrorfratze ihr Unwesen – Momo. Im Fall von Jonathan Galindo scheint aber eine reale Person dahinter zu stecken, die in Verkleidung sogar Interviews auf YouTube gegeben hat. Wer das genau ist, ist aber nicht bekannt. Trittbrettfahrer erstellten aber schon zahlreiche Accounts, die das perverse Spiel weitertreiben.

Letzte Gruselfratze sorgte für Todesopfer

Wie gefährlich diese vermeintlichen Scherze sein können, zeigte der Fall Momo. Die Aufgaben, die damals durchs Internet geisterten, kosteten vermeintlich mehreren Jugendlichen das Leben. Auch der Fall von Jonathan Galindo sollte ernst genommen werden.

Fordert WhatsApp-Monster „Momo“ erste Todesopfer?

Wie kann man seine Kinder vor Jonathan Galindo schützen?

Hier kommt es laut Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger darauf an, Medienkompetenz zu vermitteln. Man solle demnach mit Kindern und auch anderen Eltern darüber sprechen. Eine stärkere Medienkompetenz ist sowohl bei Kindern als auch bei Eltern bei nahezu allen Online-Themen und -Herausforderungen nötig. Eine Unternehmenssprecherin von TikTok teilt darüber hinaus mit, dass das Moderatoren Team alle Inhalte rund um Jonathan Galindo beobachtet und löscht, sobald sie gegen die Nutzungsrichtlinien verstoßen. Dort ist man sich dem Problem also bereits bewusst und handelt. Auf WhatsApp ist diese Art der Kontrolle natürlich nicht möglich.

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