Von Aktor bis Zigbee

Diese 13 Smart-Home-Begriffe sollten Sie kennen

Blick auf Geräte für das Smart Home
Ein Smart Home machen längst nicht nur die großen Geräte aus: Genau so wichtig sind Thermostate, Stecker, Sensoren - alle miteinander vernetzt und zentral steuerbar.
Foto: Florian Schuh

Die zentrale Fernsteuerung von Haushalts- und Multimedia-Geräten, neue vernetzte Anwendungen und das Automatisieren von Abläufen für mehr Komfort und Sicherheit oder zum Stromsparen. Klingt gut? Dann ist es Zeit, mehr über Smart-Home-Technologie zu erfahren.

Wohnen wird digital, Lösungen fürs Smart Home boomen. Einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom zufolge hat jeder Vierte mindestens ein Gerät fürs vernetzte Zuhause. Aber kaum jemand kennt sich mit den Fachbegriffen rund ums Smart Home aus. Das Wichtigste von A bis Z im Überblick.

Ein Besuch im smartesten Zuhause Europas

A wie Aktor

Sorgt dafür, dass ein Befehl ausgeführt wird und eine konkrete Aktion folgt. Beispiel: Jemand möchte seine elektrischen Rollläden herunterlassen, betätigt dazu den Aktor, als einen Schalter oder ein Steuergerät, der den Rolladen-Motor aktiviert.

B wie Bluetooth

Um den Funkstandard sinnvoll zur Vernetzung von Dingen einsetzen zu können, wurden in der Version 5.0 mehr Reichweite, Geschwindigkeit und Datendurchsatz im Bluetooth Low Energy (BLE) genannten Energiesparmodus realisiert. Zudem können Sensoren im Smart Home seitdem größere Datenmengen wie Messergebnisse bereitstellen (Broadcast), ohne direkte, stromhungrigere Verbindungen zu einzelnen Geräten aufbauen zu müssen. Ab Version 5.1 soll Bluetooth auch bessere Ortungsmöglichkeiten bieten.

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C wie Cloud

Auch als Internet-Datenwolke bezeichnet. Letztlich handelt es sich hier um die Gesamtheit der Internet-Server, auf denen System- und Nutzungsdaten gesichert und über die Informationen und Updates von Herstellern und Diensteanbietern bereitgestellt werden.

D wie Datenschutz

Gehört zu den größten Herausforderungen im Smart Home. Sensible Informationen wie Tagesabläufe, Kamerabilder, Zugänge zum Haus oder die Steuerung der Haustechnik erfordern ein Höchstmaß an Sicherheit wie etwa durchgängige Verschlüsselung.

E wie EEBUS

Initiative für vernetzte Haustechnik, Elektromobilität, Haushaltsgeräte, Energie und Smart-Home-Anwendungen. Ziel des Vereins ist es, einen offenen Standard zu schaffen, mit dem Geräte und Systeme herstellerunabhängig über den effizienten Einsatz von Energie miteinander kommunizieren können. Alle erarbeiteten Spezifikationen werden international standardisiert und sind frei zugänglich.

F wie Fernzugriff

Per Smartphone beziehungsweise App gehört er zu den komfortablen Anwendungen im vernetzten Zuhause. Er wird oft auch als Remotezugriff bezeichnet und erlaubt es dem Nutzer etwa, aus der Ferne per Smartphone Bilder von Überwachungskameras anzuschauen oder die Heizung zu regeln.

G wie Gateway

Die Schaltzentrale für das Smart Home, die die netzwerkfähigen Geräte über einen Router mit dem Internet verbindet und dabei das Zusammenspiel von Programmierung, Sensoren und Aktoren sicherstellt. Beispiel: Die Raumtemperatur soll nicht unter 20 Grad fallen. Registriert der Temperatursensor 19,5 Grad, bekommt der Aktor vom Gateway den Befehl, das Thermostatventil zu öffnen. Das Gateway wird oft auch als Bridge, Hub oder einfach Steuerzentrale bezeichnet.

I wie Internet der Dinge

Auch Internet of Things (IoT) genannt; ein Sammelbegriff von Technologien, die es ermöglichen, beliebige Gegenstände miteinander zu vernetzen – etwa zum Austausch oder zur Abfrage von Daten. Oft spielen in diesem Zusammenhang Transponder, Mini-Computer und Funkmodule eine Rolle, die möglichst stromsparend laufen sollen, weil sie meist und um die Uhr aktiv sind.

K wie KNX

Ein weit verbreiteter Standard für die Vernetzung im Smart Home über ein sogenanntes Bussystem mit programmierbaren Schaltern (Aktoren). Entweder wird ein separates KNX-Steuerungsnetz installiert. Bei Nachrüstungen können die Steuerungsbefehle aber auch über die Stromleitung gesendet werden (Powernet).

M wie Multiroom

Bedeutet, dass Musik kabellos und synchron in verschiedenen Räumen abgespielt wird. Angesteuert werden alle vernetzten Lautsprecher oder Anlagen übers WLAN – wenn sie denselben Multiroom-Standard unterstützen.

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S wie Sensoren

Sie sind gemeinsam mit den Aktoren die wichtigsten Elemente im selbständigen Zuhause: Sensoren rufen Daten wie Temperaturen oder Bewegungen ab und geben sie an die Steuerzentrale weiter. Dort löst das dann eine vorher bestimmte Aktion aus.

Z wie Zigbee und Z-Wave

Energieeffiziente Funkstandards begrenzter Reichweite, die etwa in Konkurrenz zu Bluetooth stehen. Smarte Glühbirnen oder Funksteckdosen sind Anwendungsbeispiele. Geht es um größere Datenmengen, etwa bei Überwachungskameras, oder auch größere Haushaltsgeräte, etwa einem smarten Kühlschrank, kommen eher WLAN (Wireless Local Area Network) oder der kabelgebundene Netzwerk-Standard Local Area Network (LAN) zum Einsatz.