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Wegen Zollpolitik von Trump

DHL schränkt Paketversand in die USA drastisch ein

Wer DHL-Pakete in die USA verschicken möchte, muss derzeit einige Änderungen beachten
Wer DHL-Pakete in die USA verschicken möchte, muss derzeit einige Änderungen beachten Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

26. August 2025, 15:31 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die DHL Group reagiert auf die verschärften Zollvorgaben und stoppt den Paketversand für bestimmte Pakete in die USA vorübergehend. Grund ist ein Erlass von US-Präsident Donald Trump, der vorsieht, dass künftig alle Waren unabhängig vom Wert verzollt werden müssen. Nur private Geschenksendungen mit einem Wert von bis zu 100 US-Dollar sind weiterhin erlaubt – allerdings unter verstärkter Kontrolle.

Seit dem 22. August befördern DHL Paket und Deutsche Post keine Geschäftssendungen mehr in die USA. Hintergrund ist die sogenannte Executive Order „Suspending Duty-Free de minimis Treatment for all Countries“, wie das Unternehmen auf seiner Website erklärt. Diese tritt zum 29. August in Kraft und hebt die bisher geltende Zollfreigrenze von 800 US-Dollar auf.

Damit müssen künftig auch kleinere Sendungen vollständig deklariert und verzollt werden. Die Anordnung verlangt zudem von Logistikunternehmen, dass Zollgebühren künftig im Herkunftsland erhoben werden – und nicht wie bislang bei Ankunft beim US-Zoll. Laut DHL ist derzeit noch ungeklärt, wie Zollgebühren erhoben, welche Daten benötigt und wie diese an die US-Zollbehörden übermittelt werden sollen.

Privatkunden nur teilweise betroffen

Privatpersonen können weiterhin Geschenke mit einem Warenwert bis 100 US-Dollar (rund 86 Euro) in die USA schicken, sofern diese korrekt als solche deklariert sind. Der Versand von Dokumenten bleibt ebenfalls unverändert möglich. DHL kündigte jedoch an, dass man diese Sendungen künftig strenger kontrolliert, um Missbrauch zu vermeiden. Pakete mit höherem Wert dürfen Privatkunden nur noch als Expresssendung verschicken, was mit deutlich höheren Kosten verbunden ist.

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Während der postalische Versand in die USA stark eingeschränkt ist, bleibt die kommerzielle Verzollung – etwa über DHL Express – weiterhin nutzbar. Diese betrifft vor allem den gewerblichen Warenverkehr. Allerdings sind hierbei umfangreiche Angaben zur Ware erforderlich, und es gelten höhere Anforderungen an Nachweise und Klassifikationen.

Zudem fällt ein voraussichtlicher Zollsatz von 15 Prozent auf Produkte aus der EU an. Einige Warengruppen können jedoch auch höhere Zölle verursachen. Die Zahlung der Zollgebühren erfolgt dabei je nach Vereinbarung zwischen Absender und Empfänger gemäß den sogenannten Incoterms.

Weitere Versanddienstleister reagieren ebenfalls

Die verschärften US-Vorgaben betreffen alle internationalen Post- und Paketdienste. Viele Anbieter, darunter auch nationale Unternehmen wie die Österreichische Post oder Postnord, haben vergleichbare Maßnahmen eingeleitet oder angekündigt. Auch die europäische Branchenvereinigung PostEurop erwartet weitere Versandstopps bei Mitgliedsunternehmen.

DHL erklärte, gemeinsam mit europäischen Partnern und US-Behörden an einer Lösung zu arbeiten. Ziel sei es, den Warenversand in die USA möglichst bald wieder aufzunehmen. Wie lange die Einschränkungen andauern, ist bislang unklar.

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