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Cleverbuy ist insolvent! Was bedeutet das für Kunden?

Symbolbild Online-Shopping
Die Online-Plattform Cleverbuy ist pleite (Symbolfoto) Foto: Getty Images
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Woon-Mo Sung
Redakteur

27. April 2026, 15:42 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer Dinge nicht mehr braucht und loswerden möchte, kann sie auf verschiedenen Portalen zum Verkauf anbieten. Hierfür sind auch diverse Ankaufsplattformen sehr beliebt. Zu den bekannteren zählte auch Cleverbuy. Doch nun ist bekannt geworden, dass Cleverbuy insolvent ist.

Cleverbuy-Betrieb eingestellt

Das geht aus einer Mitteilung hervor, die derzeit alle Besucher der Website begrüßt. Darin heißt es unter anderem, dass die „Cleverbuy GmbH aus Rechtsgründen mit sofortiger Wirkung ihre gesamte Geschäftstätigkeit eingestellt“ hat. Alle Wareneinsendungen werden deshalb abgelehnt. Auch findet kein Weiterverkauf mehr statt. Die Verantwortlichen bitten entsprechend darum, von weiteren Einsendungen abzusehen.

Da das Unternehmen eigenen Angaben nach über Zahlungsprobleme verfügt, habe man für Cleverbuy einen Insolvenzantrag gestellt. „Wir sind darum bemüht, in Zusammenarbeit mit dem noch zu benennenden Insolvenzverwalter sachgerechte Lösungen zu finden, damit die Forderungen unserer Gläubiger weitestgehend befriedigt werden können.“

Verhandlungen zur Übernahme gescheitert

Ferner erklärt man, dass es zuvor Verhandlungen mit der DIS-CONNECT GmbH gegeben habe. Diese hatte Interesse an der Übernahme der Marke Cleverbuy sowie von „wesentlichen Teilen des Geschäftes auf solider finanzieller Grundlage“ gezeigt. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Verhandlungen gescheitert“, heißt es jedoch vonseiten Cleverbuys.

Deshalb müsse man erst einmal den Verlauf des Insolvenzverfahrens abwarten. Man hoffe auf „sachgerechte Lösungen“ für alle Beteiligten und auf das bislang entgegengebrachte Vertrauen.

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Cleverbuy-Geschäftsführer vor Gericht

Pikant: Wie die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet, wusste man mit Stand vom 24. April 2026 beim für Insolvenzanträge zuständigen Amtsgericht Krefeld noch nichts davon. Und auch heute noch (27.4.) gibt es noch keine öffentliche Insolvenzbekanntmachung.

Das „bislang entgegengebrachte Vertrauen“ hat man bei Cleverbuy in vielen Fällen ausgenutzt, so scheint es. In der jüngeren Vergangenheit hagelte es etliche Kundenbeschwerden wegen ausgebliebener Auszahlungen für Ankäufe, weshalb auch die Verbraucherzentrale eine Warnung aussprach.

Seit Anfang vergangener Woche stehen deshalb der Geschäftsführer und eine Mitarbeiterin vor Gericht. Ihnen wird gewerbsmäßiger Betrug und strafbare Kennzeichenverletzung vorgeworfen.

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Cleverbuy scheinbar nicht erreichbar

Die Internetseite von Cleverbuy ist aktuell kaum mehr als ein Hinweisfenster. Abgesehen von der Mitteilung zur Einstellung des Betriebs lassen sich keine Unterseiten mehr aufrufen. Weder ein Impressum noch konkrete Kontaktdaten sind somit zu finden.

Auch externe Suchanfragen helfen nur bedingt weiter. Zwar listet Google weiterhin eine Telefonnummer und die Mailadresse „info@cleverbuy.de“, doch ein Anrufversuch verlief ins Leere. Statt eines Gesprächspartners ertönt lediglich eine automatische Ansage, dass die Nummer nicht vergeben sei.

Eine Anfrage per E-Mail blieb bislang ohne Rückmeldung. Immerhin: Eine Fehlermeldung über eine nicht zustellbare Nachricht gab es nicht. Das könnte darauf hindeuten, dass das Postfach technisch noch aktiv ist. Ob dort jedoch tatsächlich jemand die eingehenden Nachrichten bearbeitet, bleibt völlig offen.

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