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Ab 1. September

Amazon verkürzt Rückgabefrist drastisch! Diese Produkte sind betroffen

Amazon verkürzt Rückgabefristen in mehreren Produktbereichen
Amazon verkürzt Rückgabefristen in mehreren Produktbereichen Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

6. August 2026, 15:42 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Amazon ändert ab Herbst die Rückgaberfrist für zahlreiche Produktbereiche. In mehreren Kategorien entfällt die bisherige freiwillige 30-Tage-Frist. Stattdessen gilt dort künftig nur noch das gesetzliche Widerrufsrecht. Für Kunden verkürzt sich damit die Zeit zur Anmeldung einer Rücksendung. Händler müssen ihre Angaben prüfen, weil falsche Fristen rechtliche Folgen haben können.

Amazon streicht freiwillige 30-Tage-Rückgabefrist

Amazon schränkt seine freiwillige Rückgabegarantie deutlich ein. Ab dem 1. September 2026 gilt die bisherige 30-Tage-Frist in zahlreichen Kategorien nicht mehr, wie der „Händlerbund“ mit Verweis auf einen Hinweis im „Sellerforum“ berichtet. Kunden müssen die Rücksendung eines unerwünschten Artikels dann binnen 14 Tagen nach Erhalt beantragen. Danach bleiben weitere 14 Tage Zeit, um die Ware zurückzuschicken.

Im besagten Sellerforum berichtet ein Online-Händler von einer entsprechenden Nachricht, die er von Amazon dazu erhalten hat. Die Änderung betrifft demnach Produkte unabhängig davon, ob der Versand durch Amazon oder durch einen Dritthändler erfolgt.

Auf den jeweiligen Produktdetailseiten sollen die passenden Rückgabefristen automatisch angezeigt werden. Dort ist dann für Käufer ersichtlich, ob weiterhin 30 Tage oder nur noch 14 Tage gelten.

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Diese Produktbereiche sind betroffen

Zu den betroffenen Kategorien zählen:

  • Babyprodukte
  • Beauty
  • Drogerie und Körperpflege
  • Garten
  • Garten und Freizeit
  • Haus und Garten
  • Haustierbedarf
  • Koffer
  • Rucksäcke und Taschen
  • Lebensmittel und Getränke
  • Luxury Beauty
  • Möbel
  • Mobile Electronics
  • Musikinstrumente und DJ-Equipment
  • Reifen
  • Wein
  • Zubehör für Gewerbe
  • Industrie und Wissenschaft

Für Händler entfällt damit in diesen Bereichen die bislang automatisch geltende freiwillig längere Rückgabefrist.

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Händler können längere Fristen anbieten

Amazon räumt Händlern jedoch weiterhin die Möglichkeit ein, freiwillig längere Rückgabezeiten anzubieten. Das kann eine Strategie sein, um sich im Wettbewerb abzugrenzen. In der Nachricht an die Verkäufer auf Amazon heißt es dazu: „Wenn Sie mit Versand durch Verkäufer verkaufen und eine längere Rückgabezeit anbieten möchten, um das Einkaufserlebnis für Kunden zu verbessern, können Sie unter Widerrufsrecht Ihre Rückgabebedingungen aktualisieren.“

Für Produkte, deren Lieferung bis zum 1. Oktober 2026 erfolgt, gilt eine Übergangsregel. Sie fallen noch unter die bisherige freiwillige 30-Tage-Regelung.

Händler müssen ihre Rechtstexte aktiv prüfen und anpassen. Fehlerhafte Angaben zu Rückgabefristen können eine Abmahngefahr auslösen und Kosten sowie zusätzlichen Aufwand verursachen.

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