Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Amazon News Alle Themen
Gerüchteküche

Steigt Amazon bei Flink ein?

Amazon will bei Flink einsteigen
Amazon will als Investor bei Flink einsteigen Foto: picture alliance/dpa
Artikel teilen
Sandra Bültermann

22. Oktober 2025, 13:32 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Flink gehört zu den wenigen Lebensmittellieferdiensten, die sich in Deutschland nach dem Marktausstieg vieler Konkurrenten behaupten konnten. Während Anbieter wie Gorillas, Getir und sogar Amazon Fresh den europäischen Markt verlassen haben, liefert das Berliner Unternehmen weiter aus. Nun steht offenbar frisches Kapital an – und unter den potenziellen Investoren soll auch Amazon sein.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, sucht Flink derzeit neue Geldgeber, um das Wachstum wieder zu beschleunigen. Neben dem Technologieinvestor Prosus, der auch an der Übernahme von Just Eat Takeaway beteiligt ist, sollen sich auch die bisherigen Anteilseigner an einer Finanzierungsrunde beteiligen. Das Ziel: mehr Spielraum für Expansion und langfristige Stabilität.

Firmenchef Julian Dames erklärte gegenüber dem Handelsblatt, dass Flink seit August 2025 profitabel sei. Das zusätzliche Kapital, das unter 100 Millionen Euro liegen soll, solle das Unternehmen nicht in die Verlustzone zurückwerfen, sondern den Kurs für „nachhaltiges Wachstum“ absichern. „Wir sind froh, nach mehr als zwei Jahren Restrukturierung aufgrund der veränderten Marktbedingungen jetzt wieder selbst die Optionen für nachhaltiges Wachstum von Flink in der Hand zu haben“, sagte Dames. Mit der Finanzspritze wolle man „wieder aggressiver wachsen“.

Im vergangenen Jahr erzielte Flink einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro. Für das laufende Jahr strebt das Unternehmen ein zweistelliges Wachstum an.

Schwieriges Umfeld für Lieferdienste

Trotz positiver Zahlen bleibt das Geschäft mit Lebensmittellieferungen anspruchsvoll. Die Branche kämpft mit hohen Kosten für Lagerhaltung, Logistik und Personal. Zudem schrecken viele Kunden vor den im Vergleich zum Supermarkt höheren Preisen und Liefergebühren zurück.

Amazon selbst hatte sich Ende 2024 aus dem Direktgeschäft mit Amazon Fresh zurückgezogen und arbeitet seither mit dem Lieferdienst Knuspr zusammen, um Prime-Kunden in Berlin, München und im Rhein-Main-Gebiet weiterhin frische Lebensmittel anbieten zu können.

Für Flink könnte ein Amazon-Einstieg zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es bislang jedoch nicht. Weder Amazon noch Prosus wollten sich zu den laufenden Gesprächen äußern.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.