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Online-Einkauf

Die besten Lieferdienste für Lebensmittel

Die besten Lieferdienste für Lebensmittel
Lebensmittel-Lieferdienste bringen Einkäufe bis vor die HaustürFoto: Getty Images

Lebensmitteleinkauf ist stressig und kostet Zeit. Doch das muss nicht sein, denn Lieferdienste wie Flink oder Gorillas bringen die Ware teils in zehn Minuten nach Bestellung direkt bis zur Wohnungstür. Und das sogar bei vergleichsweise günstigen Lieferkosten. Allerdings überzeugen nicht alle Dienste und es gibt durchaus einige Fallen, welche den Einkauf letztendlich doch teurer als die Filiale vor Ort machen.

Einkaufen bei Online-Versandhändlern ist in Deutschland extrem beliebt, wobei die Corona-Pandemie diesen Trend nochmals beschleunigt hat. Zumindest bei Lebensmitteln bevorzugten viele Kunden aber nach wie vor einen Besuch in den Filialen von Edeka, Rewe, Lidl, Kaufland & Co. Mit Flink und Gorillas drängen neben Amazon Fresh allerdings auch hierzulande zunehmend Lieferdienste in den Markt, oftmals verbergen sich dahinter bekannte Lebensmittel-Einzelhändler. Doch wo stimmt Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis? Vor allem aber: Wer liefert besonders schnell? TECHBOOK hat sich die wichtigsten Lieferdienste angeschaut.

Flink zählt zu den größten und bekanntesten Lebensmittel-Lieferdiensten und ist Partner von Rewe. Die Berliner versprechen, dass Bestellungen an Werktagen zwischen 8 und 23 Uhr innerhalb von zehn Minuten an der Haustür ankommen. Verfügbar ist das Angebot vorwiegend in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf und Köln oder im Ruhrgebiet. In der Liste finden sich aber auch Orte wie Remscheid, Moers oder Passau. Die Lieferkosten betragen standardmäßig 1,80 Euro, was vergleichsweise günstig erscheint. Diese können aber bei größeren Lieferungen durchaus abweichen.

Barzahlung bei Lieferung ist nicht möglich, die Rechnung muss in der App beglichen werden. Hier stehen verschiedene Zahlverfahren zur Verfügung. Insbesondere bei Frischeprodukten wie Obst und Gemüse bietet Flink eine recht große Auswahl auf dem Niveau der Rewe-Märkte. Allerdings fehlen oft attraktive Sonderangebote, wie man sie vor Ort findet. Allgemein hatten wir den Eindruck, dass vor allem Frischware bei Flink teurer als im Laden ist. Insgesamt sind vorwiegend Markenprodukte im Sortiment, was ebenfalls die höheren Preise erklärt.

Gorillas

Gorillas gehört ebenfalls zu den bekannteren Lieferdiensten, welche in Deutschland stark auf Wachstumskurs sind. Wie auch Flink wird versprochen, dass die Ware innerhalb von zehn Minuten beim Kunden ankommt, allerdings ist das Liefergebiet dabei deutlich kleiner als beim Mitbewerber. Neben Berlin, Dresden und Leipzig finden sich in der Liste vor allem westdeutsche Großstädte. Darunter sind zum Beispiel Köln, Düsseldorf und Dortmund aber auch Münster. Vorteil bei Gorillas: Es gibt keinen Mindestbestellwert und man ist ebenfalls ab 1,80 Euro Lieferkosten dabei. Neben Frischware setzen die Berliner insbesondere auf Fitness-Produkte und vegane Ernährung. Dabei steht die App im Mittelpunkt, im Gegensatz zu Flink findet sich beispielsweise keine direkte Produktübersicht auf der Homepage.

Wie nachhaltig Lieferdienste für Lebensmittel sind, können Sie auf myHOMEBOOK nachlesen.

Amazon Fresh

Der Lebensmittel-Lieferdienst des Branchenprimus Amazon ist Platzhirsch unter den genannten Angeboten, jedoch gibt es hier verschiedene Einschränkungen gegenüber Flink und Gorillas. So setzt Amazon für die Nutzung des Dienstes zunächst eine Amazon Prime-Mitgliedschaft voraus. Auch ist die maximale Anzahl von Produkten pro Bestellung auf 75 Artikel begrenzt. Zusätzlich fallen neben der Prime-Gebühr 3,99 Euro Lieferkosten an, welche jedoch ab einem Bestellwert von 80 Euro (zweistündiges Lieferfenster) entfallen. Der Mindestbestellwert liegt bei 20 Euro. Preislich liegt Amazon Fresh bei Frischware wie Obst, Gemüse und Fleisch in vielen Fällen über den Preisen im Markt vor Ort. Wir fanden das Angebot preislich und bei der Auswahl nur mäßig attraktiv, zumal auch die Verfügbarkeit insgesamt zu Wünschen übrig lässt. Hier sind die Mitbewerber schon deutlich weiter. Vorteil gegenüber Flink und Gorillas: Amazon Fresh hat in vielen Städten ein größeres Liefergebiet.

Bringmeister

Der Lieferdienst Bringmeister ist in Deutschland Partner von Edeka. Unter allen genannten Angeboten zeichnet er sich vor allem durch die besonders günstige Liefergebühr von 0,99 Euro aus. Mindestbestellwert ist 40 Euro, geliefert wird im wählbaren Stundentakt. Verfügbar ist der Dienst allerdings nur in einigen ausgewählten Städten wie Berlin, Potsdam, München und Augsburg. Damit liegt er sowohl bei der Verfügbarkeit als auch der Liefergeschwindigkeit deutlich hinter den Marktführern Flink und Gorillas.

Bei Frischware ist Bringmeister oft günstiger als die Konkurrenz, denn dort findet sich neben bekannten Markenprodukten auch die EDEKA-Handelsmarke im Sortiment. Sofern man also im Einzugsgebiet von Bringmeister wohnt und die Ware nicht unbedingt in zehn Minuten braucht, sondern sich auch eine Stunde gedulden kann, stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis hier mitunter besonders. Weiterer Vorteil: Die Bezahlung per Rechnungskauf und Lastschrift ist möglich.

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TECHBOOK meint

Lebensmittellieferdienste sind teilweise günstiger, als selbst zum Supermarkt zu fahren. Man spart im Einzelfall Zeit und Geld für Benzinkosten oder das Nahverkehrsticket. Auch sind Lieferungen innerhalb von zehn Minuten praktisch unschlagbar. Fakt ist aber auch: Günstig und schnell liefern Dienste wie Flink und Gorillas nach wie vor nur in Großstädten. Vor allem auf dem Land sind sie weiterhin keine Alternative zum Einkauf in der Filiale. Enttäuschend ist das Angebot von Amazon Fresh. Obwohl früh gestartet, liegt der Branchenprimus im Versandhandel deutlich hinter seiner Konkurrenz zurück.

Quellen

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