8. Mai 2026, 21:31 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Nachdem die Sparkasse den Online-Dienst S-Trust zu Ende März eingestellt hat, schraubt die Bank an einem weiteren Service. Die bisher für Online-Zahlungen mit Kreditkarte genutzte App S-ID-Check wird ebenfalls eingestellt. Wer seine Kreditkarte weiterhin im Internet verwenden möchte, muss aktiv werden und auf ein neues Verfahren umsteigen.
Die App „S-ID-Check“ diente zur Freigabe von Kreditkartenzahlungen im Internet. Bereits seit Mitte Januar 2026 ist es nicht mehr möglich, neue Kreditkarten in der Anwendung zu registrieren. Kunden, die ihre Karte schon zuvor hinterlegt haben, können den Dienst noch bis Ende 2026 weiter nutzen. Spätestens ab 2027 ist eine Nutzung jedoch nicht mehr möglich.
Die Sparkasse rät ihren Kunden ausdrücklich dazu, den Wechsel nicht aufzuschieben. Wer nicht rechtzeitig umstellt, kann Online-Zahlungen mit der Kreditkarte künftig nicht mehr bestätigen.
Umstieg auf S-pushTAN-App
Künftig erfolgt die Freigabe von Kreditkartenzahlungen über das neue 3D-Secure-Verfahren in Verbindung mit der S-pushTAN-App. 3D-Secure ist ein Sicherheitsverfahren zur eindeutigen Identifizierung des Karteninhabers bei Zahlungen im Internet. Es wird von Visa unter dem Namen Visa Secure und von Mastercard als Mastercard Identity Check betrieben.
Das neue Verfahren lässt sich direkt im Online-Banking der Sparkasse aktivieren. Wie die Einrichtung konkret abläuft, hängt davon ab, welches TAN-Verfahren Kunden bereits nutzen. Diejenigen, die für Überweisungen weiterhin das Chip-TAN-Verfahren verwenden, können dieses beibehalten. In diesem Fall wird die S-pushTAN-App ausschließlich für Kreditkartenzahlungen eingesetzt. Für beide Varianten stellt die Sparkasse Anleitungen auf ihrer Internetseite bereit.
Durch das Zusammenlegen von Funktionen in der S-pushTAN-App möchte die Sparkasse Sicherheitsprozesse vereinfachen und die Zahl der benötigten Anwendungen reduzieren. Für Kreditkartenkunden bedeutet dies jedoch, dass ein aktiver Wechsel notwendig ist, um auch künftig uneingeschränkt online bezahlen zu können.
Weitere Änderungen bei digitalen Diensten
Die Einstellung von S-ID-Check ist nicht die einzige Umstellung. Wie eingangs erwähnt und in einer weiteren Meldung bereits ausführlich beschrieben, hat die Sparkasse Ende März 2026 auch ihren Online-Speicher S-Trust beendet. Auch der darin integrierte Passwort-Manager wurde abgeschaltet. Seit dem 31. März 2026 ist kein Zugriff mehr auf die gespeicherten Daten möglich. Betroffene Kunden mussten ihre Inhalte daher rechtzeitig sichern und auf einen alternativen Anbieter umsteigen.