20. März 2026, 17:21 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ein Girokonto gehört für viele zum Alltag, doch kostenfrei ist es bei Filialbanken meist nicht. Nun erhöht die Sparkasse Herford ihre Kontoführungsgebühren spürbar. Ab Mai 2026 zahlen Kunden je nach Modell deutlich mehr. Die Anpassung betrifft mehrere Kontovarianten – und sorgt über die Region hinaus für Aufmerksamkeit.
Die Sparkasse Herford hebt zum 1. Mai 2026 ihre Kontoführungsgebühren an. Je nach Kontomodell fallen für Kunden künftig bis zu 36 Euro mehr im Jahr an. Das entspricht etwa drei Euro zusätzlich pro Monat. Neben den Grundgebühren verteuern sich teilweise auch einzelne Buchungsposten.
Verschiedene Kontomodelle betroffen
Von der Preisanpassung sind verschiedene Kontomodelle betroffen – vom Basiskonto bis hin zu Komfortvarianten. Auch wenn es sich zunächst um eine einzelne regionale Sparkasse handelt, dürfte das Thema Gebühren viele Bankkunden aufhorchen lassen.
Nach Angaben der Sparkasse handelt es sich um die erste größere Preisanpassung seit mehr als zehn Jahren. Wirksam wird die Erhöhung allerdings nur, wenn die Kunden zustimmen. Ohne Einwilligung kann das jeweilige Konto gekündigt werden.
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Sparkasse verweist auf höhere IT- und Personalkosten
Als Grund für die höheren Gebühren nennt das Institut gestiegene Ausgaben für IT, Sicherheit und Personal. Insbesondere Investitionen in digitale Dienstleistungen wie Videoberatung sowie in Schutzmechanismen gegen Phishing hätten die Kosten erhöht. Phishing bezeichnet betrügerische Versuche, über gefälschte Nachrichten oder Internetseiten an persönliche Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen zu gelangen.
Die Sparkasse sieht die Preisanpassung vor diesem Hintergrund als notwendig an. Für Kunden bedeutet dies jedoch eine spürbare Mehrbelastung im Alltag.
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Kostenlose Alternativen am Markt
Auch wenn aktuell nur die Sparkasse Herford betroffen ist, verweisen Marktanalysen auf Alternativen. Direktbanken wie DKB oder ING bieten häufig Girokonten ohne Kontoführungsgebühr an, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Bei C24 Direkt ist das Girokonto nach Angaben des Anbieters bedingungslos kostenlos. Direktbanken haben allerdings keinen Filialbetrieb und lassen sich rein digital nutzen. Dies sollten Nutzer bei einem möglichen Wechsel beachten.
Insgesamt gibt es derzeit rund ein Dutzend Kontomodelle ohne laufende Gebühren. Die Kollegen von COMPUTER BILD haben vor Kurzem erst Girokonten bei C24, ING, DKB & Co. verglichen. Digitale Kontowechselservices ermöglichen es mittlerweile zudem, Daueraufträge und Lastschriften vergleichsweise unkompliziert auf ein neues Konto zu übertragen, was den Wechsel der Bank zusätzlich erleichtert.