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Große Änderung bei Sparkassen und Volksbanken! Kunden müssen sich umstellen

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Viele Kunden müssen sich beim Online-Banking bald umstellenFoto: Getty Images

Die Sparkassen und Volksbanken stellen ihr TAN-Verfahren um und schaffen eine bislang häufig genutzte Methode zum Erstellen der Transaktionsnummern ab. Das zwingt viele Kunden dazu, zu handeln.

Vor einigen Jahren schon haben Banken die bis dato genutzten TAN-Nummern auf Papier abgeschafft. An ihre Stelle traten Verfahren wie pushTAN, chipTAN und smsTAN (auch mobileTAN genannt), die weitaus mehr Flexibilität und Sicherheit bieten. Doch für eine dieser Methoden wurde nun das Ende eingeläutet. Die Sparkassen und Volksbanken schaffen die smsTAN noch im Laufe dieses Jahres ab. Was das für Kunden bedeutet und was Betroffene für Alternativen haben, verrät TECHBOOK.

Sicherheitsbedenken gegen smsTAN

Vermutlich nur noch bis zum Sommer lässt sich das smsTAN-Verfahren bei den Sparkassen und Volksbanken nutzen, so das Handelsblatt. Dann soll das Verfahren abgeschafft werden. Der Grund für diese Entscheidung seien bereits seit Längerem bestehende Sicherheitsbedenken sowie die vergleichsweise hohen Kosten. Je nach Sparkasse wurden viele Kunden bereits umgestellt. So auch TECHBOOK-Kollege Andreas Filbig bei der Sparkasse Nürnberg.

Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit, gibt zu bedenken, dass SMS von Unbefugten abgefangen werden und die TAN somit missbräuchlich genutzt werden könne. „Dies bringt ein nicht unerhebliches Risiko des Missbrauchs mit sich. Zu beachten ist hier auch die Möglichkeit des Einsatzes einer duplizierten/geklonten SIM-Karte, mit der es möglich wird, entsprechende TANs abzufangen.“

Das BSI verweist stattdessen auf alternative Verfahren, die als sicherer gelten. Die rund 800.000 Kunden der Sparkassen und etwa 1,6 Millionen Kunden der Genossenschaftsbanken, die das smsTAN-Verfahren bislang nutzen, haben nur noch wenige Monate Zeit, auf eines dieser anderen Verfahren umzusteigen.

Alternative TAN-Verfahren

Die meisten Banken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, aus einer Reihe an TAN-Verfahren zu wählen. Als besonders sicher gilt hierbei das sogenannte chipTAN-Verfahren, das auch als eTAN bekannt ist. Hierfür benötigen Nutzer neben ihrer Bankkarte auch ein TAN-Generator, über den sie mithilfe der Karte eine für jede Transaktion individuelle und fest zugewiesene TAN erzeugen können. Der TAN-Generator arbeitet offline, ist also nicht mit dem Internet verbunden, was einen Missbrauch sehr schwer macht.

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Wer keine Hardware zur Erzeugung einer TAN-Nummer einsetzen möchte, der kann auf die sogenannte pushTAN als Alternative zurückgreifen. Ähnlich wie bei der smsTAN landet die Transaktionsnummer dabei auf dem registrierten Smartphone, was Nutzern eine hohe Flexibilität im Einsatz ermöglicht. Die Methode gilt als sicher, da nur ein bestimmtes Smartphone registriert werden kann und Nutzer gleichzeitig ein starkes Passwort benötigen. Ein Nachteil des Verfahrens kann sein, dass Nutzer die jeweilige App der Bank installieren müssen.

Bei der photoTAN bzw. QR-TAN handelt es sich um ein neueres Verfahren, dass beispielsweise die Commerzbank seinen Neukunden nahelegt. Hierbei scannen Nutzer mithilfe eines speziellen Lesegerätes oder ihres Smartphones und der darauf installierten photoTAN-App eine im Online-Banking angezeigte photoTAN-Grafik und generieren so ihre individuelle TAN.

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Nicht alle Banken schaffen smsTAN ab

Obwohl sich immer mehr Banken von der smsTAN verabschieden, bieten sie einige Geldinstitute weiter als Alternative an. Dazu gehören neben der Commerzbank, die für jede genutzte smsTAN 12 Cent in Rechnung stellt, auch die Deutsche Bank. Hier fallen für den Versand einer erfolgreich verwendeten mobileTAN per SMS jeweils 9 Cent an.

Die zur Deutschen Bank gehörende Postbank hat die smsTAN hingegen schon 2019 aus der Liste verfügbarer TAN-Verfahren gestrichen. Auch bei der DKB bietet das verfahren nicht an. Die ING DiBa hat auf seiner Webseite angekündigt, die smsTAN bzw. mobileTAN ab April dieses Jahres nicht länger anzubieten.

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