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PostIdent-Betrug

So schließen Kriminelle heimlich Kredite auf Deinen Namen ab

PostIdent-Unterlagen werden mit Personalausweis bestätigt
Täuschend echte Bankbriefe fordern zur Identitätsprüfung auf Foto: picture alliance / photothek | Thomas Koehler
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Andy Voß

7. Mai 2026, 9:17 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Gefälschte Schreiben im Namen von Banken sorgen derzeit für erhebliche finanzielle Schäden. Kriminelle nutzen das PostIdent-Verfahren, um unbemerkt Kredite auf fremde Namen abzuschließen. Die Anfragen wirken dabei täuschend echt und werden von vielen Betroffenen als Routineprüfung missverstanden. Wer darauf eingeht, kann unwissentlich einen Kreditvertrag bestätigen – mit teuren Folgen.

So funktioniert die neue Kredit-Falle

Die Täter greifen auf das etablierte PostIdent-Verfahren zurück, das eigentlich zur sicheren Identitätsprüfung bei Banken dient. Genau dieses Vertrauen wird gezielt missbraucht. Betroffene erhalten etwa Briefe, die angeblich von Banken stammen und zur Bestätigung der Identität auffordern.

Auch auf Verkaufsplattformen fordern angebliche Käufer oder Vermittler eine Identitätsprüfung. Wer dieser Aufforderung nachkommt, bestätigt unbewusst einen Kreditvertrag. Die eigentliche Absicht bleibt dabei zunächst verborgen, da die Anfrage plausibel wirkt.

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Warum die Masche so gefährlich ist

Das PostIdent-Verfahren ersetzt rechtlich eine Unterschrift. Dadurch können Betrüger bei erfolgreicher Durchführung echte Verträge abschließen. In vielen Fällen werden Kredite über hohe Summen aufgenommen, ohne dass die Betroffenen davon wissen.

Die Auszahlung erfolgt direkt an die Täter. Die Opfer bemerken den Betrug häufig erst verspätet. Besonders problematisch ist, dass die Anfragen wie alltägliche Sicherheitsmaßnahmen erscheinen und daher kaum Misstrauen auslösen.

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Hinweise und Schutzmaßnahmen

Die Verbraucherzentrale nennt klare Anzeichen für betrügerische Anfragen. Dazu zählt, wenn unbekannte Dritte eine Identitätsprüfung verlangen oder diese über Makler, Käufer oder Jobportale abgewickelt werden soll. Auch Zeitdruck oder ungewöhnliche Links und Codes sind Warnsignale.

Zum Schutz sollten Identitätsprüfungen nur bei bekannten Anbietern durchgeführt werden. Der Anbieter ist beispielsweise über dem QR-Code ersichtlich. Zudem sollten keine TANs oder Freischaltcodes weitergegeben und nur offizielle Bankseiten genutzt werden.

Im Ernstfall ist schnelles Handeln entscheidend. Betroffene sollten den Vorgang sofort abbrechen, ihre Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten. Zusätzlich sollte der Anbieter informiert werden, für den das PostIdent durchgeführt wurde, um eine mögliche Kreditauszahlung zu verhindern.

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