13. November 2025, 12:52 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Kindergeld ausgeben oder lieber anlegen? Eine neue Modellrechnung von Verivox zeigt, wie Eltern mit einem konsequenten ETF-Sparplan und ausreichend Geduld ihren Kindern ein Millionenvermögen ermöglichen können – allein mit dem staatlichen Kindergeld.
Immer mehr Eltern legen das monatliche Kindergeld in ETFs an – und das kann sich langfristig lohnen. Wer die staatliche Unterstützung beispielsweise über 18 Jahre hinweg in breit gestreute Indexfonds investiert, statt sie zu konsumieren, profitiert vom Zinseszinseffekt und kann ein beachtliches Startkapital für den Nachwuchs aufbauen. Unter der Annahme einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 7,5 Prozent – orientiert an der historischen Entwicklung eines globalen Aktienindex – summiert sich das Vermögen mit 46 Jahren sogar auf eine Million Euro.
Mit Disziplin und Zeit zur ersten Million
Gerade in Zeiten niedriger Zinsen und wachsender Inflationssorgen gilt die Anlage in ETFs als attraktive Möglichkeit, Vermögen aufzubauen, ohne auf Einzeltitel zu setzen. Der Trend wird daher auch von Politik und Verbraucherschützern positiv gesehen. Sie betonen, dass frühe und regelmäßige Investitionen in Fonds einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Bildung und Altersvorsorge leisten können.
Die Rechnung von Verivox in diesem Zusammenhang basiert auf dem derzeitigen Kindergeldbetrag von 255 Euro pro Monat. Zusätzlich geht Verivox von einer jährlichen Erhöhung des Kindergelds um 2,5 Prozent aus. Nach der 18-jährigen Einzahlphase des Kindergelds in ETFs müsste das Kind das angesparte Kapital nur unangetastet lassen. Den Rest erledigen Zinseszinseffekt und Kursgewinne.
„Seine maximale Wirkung entfaltet der Zinseszinseffekt bei besonders langen Anlagezeiträumen“, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Wenn Eltern frühzeitig mit dem Sparen beginnen und in breit gestreute ETFs investieren, schaffen sie für ihre Kinder eine solide finanzielle Basis, aus der über die Jahrzehnte ein beachtliches Vermögen erwachsen kann.“
Am Ende der 18-jährigen Sparphase stehen somit rund 68.500 Euro eingezahltes Kapital, das durch Kursgewinne bereits auf etwa 135.000 Euro angewachsen ist. Wird das Geld weiterhin investiert, steigt das Vermögen bis zum Rentenalter theoretisch auf 4,6 Millionen Euro. Nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag blieben laut Modellrechnung etwa 3,8 Millionen Euro.
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Auch kleinere Beträge können viel bewirken
Nicht alle Familien können das komplette Kindergeld monatlich in ETFs oder andere Sparformen investieren. Doch auch mit geringeren Beträgen sind beeindruckende Ergebnisse möglich. Wer beispielsweise 100 Euro im Monat anlegt – ebenfalls dynamisch steigend und bei gleichbleibender Rendite – kann bis zur Rente ein Vermögen von über 1,8 Millionen Euro aufbauen.
Ausschlaggebend für den Erfolg solcher Modelle sind ein langer Anlagehorizont und eine möglichst breite Streuung der Investments, um Kursschwankungen abzufedern. Verivox betont, dass es sich dabei um keine garantierten Ergebnisse handelt – denn wie bei allen Börsenanlagen bestehen auch hier Verlustrisiken.
Alle im Text erwähnten Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar (§ 85 WpHG).