8. Oktober 2025, 10:46 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Bislang konnten Kunden der DKB Echtzeitüberweisungen lediglich empfangen. Das Senden war nicht möglich, was bei vielen für Unmut sorgte. Doch am 9. Oktober tritt eine neue Regelung innerhalb der EU in Kraft, die Banken dazu verpflichtet, ihren Kunden das Senden von Überweisungen in Echtzeit zu ermöglichen. Die DKB ist schneller und bietet die Option ab sofort an.
Wie die DKB auf ihrer Website schreibt, ermöglicht die Direktbank ab sofort erstmals den Versand von Echtzeitüberweisungen. Auch ein neues Sicherheitsfeature soll zeitgleich aktiv werden.
Überweisungen innerhalb von 10 Sekunden in der Eurozone
Kunden der Deutschen Kreditbank (DKB) können jetzt Geld innerhalb der Eurozone innerhalb von maximal 10 Sekunden überweisen – unabhängig von Uhrzeit, Wochentag oder Feiertag. Der Empfang solcher Zahlungen war bei der DKB bereits möglich, nun wurde auch das aktive Versenden realisiert.
Mit dem neuen Angebot setzt die Bank die europäische Zahlungsdiensterichtlinie um, die ab dem 9. Oktober 2025 alle Geldinstitute und Zahlungsdienstleister in der Eurozone verpflichtet, Echtzeitüberweisungen anzubieten. Auch viele andere Banken haben sich darauf vorbereitet und die Vorgaben bereits in die Tat umgesetzt, etwa die Volksbanken oder die Sparkassen.
Wichtig dabei: Banken dürfen für Echtzeitüberweisungen ab Oktober 2025 nicht mehr berechnen als für normale Überweisungen und die Überweisungsart auch nicht mehr exklusiv auf teurere Kontoarten beschränken. Das bedeutet, dass sie keine zusätzlichen Gebühren für Echtzeitüberweisungen erheben dürfen, wenn diese die gleichen Bedingungen erfüllen wie eine Standardüberweisung. Echtzeitüberweisungen stehen somit auch in kostenlosen Girokonten zur Verfügung.
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DKB führt auch neue Sicherheitsfunktion ein
Parallel zum Start der Echtzeitüberweisungen bei der DKB wird auch eine Empfängerüberprüfung – technisch als „Verification of Payee“ (VoP) bezeichnet – eingeführt. Bei jeder Überweisung überprüft die Bank künftig automatisch, ob der eingegebene Name mit dem zur IBAN gespeicherten Empfängernamen übereinstimmt. Weichen die Angaben ab, informiert die DKB den Kunden vor dem Absenden der Zahlung. Ziel ist es, sowohl versehentliche Falschangaben als auch Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Die wichtigsten Infos zu Echtzeitüberweisungen im Überblick
Echtzeitüberweisungen (Instant Payments) sind SEPA-Überweisungen, bei denen das Geld innerhalb von maximal 10 Sekunden auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben wird – rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen.
Voraussetzungen für das Senden:
- Die Bank des Absenders muss Echtzeitüberweisungen unterstützen.
- Das Empfängerkonto muss ebenfalls für Echtzeitüberweisungen geeignet sein.
- Die Überweisung wird in der Regel per Online- oder Mobile-Banking durchgeführt.
- Es kann ein Betragslimit geben (z. B. 100.000 Euro pro Transaktion).
Voraussetzungen für das Empfangen:
- Die Empfängerbank muss am SEPA-Instant-Payment-Verfahren teilnehmen.
- Das Konto des Empfängers muss den Empfang von Echtzeitüberweisungen zulassen.
- Der Empfang erfolgt automatisch, ohne dass der Empfänger aktiv werden muss.
Kosten:
- Wenn die neue EU-Verordnung am 9. Oktober 2025 in Kraft tritt, dürfen die Gebühren für Echtzeitüberweisungen nicht über denen herkömmlicher SEPA-Überweisungen liegen.
Vorteile:
- Das Geld ist innerhalb weniger Sekunden verfügbar, was eine Alternative zu PayPal und Co. darstellt.
- Überweisungen sind jederzeit möglich, auch an Feiertagen und am Wochenende.
- Das Verfahren ist sicher und nachvollziehbar.
Hinweise:
- Falls die Empfängerbank nicht erreichbar ist oder keine Echtzeitüberweisungen unterstützt, wird die Überweisung nicht ausgeführt.
- In diesem Fall verbleibt der Betrag beim Absender, eine Rückerstattung ist nicht erforderlich.