12. März 2026, 13:17 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Papierüberweisungen stammen aus der Zeit vor dem Online-Banking. Heute nutzt sie kaum noch jemand. Eine Ausnahme bilden jedoch Kriminelle. Sie verwenden Papierüberweisungen, um fremde Konten leerzuräumen.
Für den Betrug benötigen die Täter lediglich die IBAN und den Namen des Kontoinhabers. Mit der IBAN lässt sich dann die Bank ermitteln. Anschließend schicken die Kriminellen Papierüberweisungen per Post an das Geldinstitut. Darin tragen sie mittlere Beträge ein, die vom Konto des Betroffenen ins Ausland überwiesen werden sollen.
Warum kleine Beträge besonders riskant sind
Bei Banken werden Papierüberweisungen, wenn überhaupt, erst ab einem bestimmten Betrag von einem Mitarbeiter geprüft. Beträge unter 1000 Euro bearbeitet in der Regel eine Maschine. Diese achtet nicht auf die Unterschrift. Theoretisch könnte dort auch „Micky Maus“ stehen.
Die Täter versenden nicht nur eine einzelne Überweisung. Sie schicken gleich viele davon. So summieren sich die Beträge schnell auf hohe Summen. Auf diese Weise können so auch 20.000 Euro ins Ausland verschwinden. Dort wird das Geld abgehoben und die Täter lösen das Empfänger-Konto direkt wieder auf. Dieses wurde von Anfang an mit gefälschter Identität eröffnet. Für die Betroffenen ist das Geld dann weg. Sie müssen sich mit der Bank auseinandersetzen und hoffen, dass sie es zurückbekommen.
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So aktiviert man die BZV-Sperre
Viele Menschen verwenden heute keine Papierüberweisungen mehr. Wenn das auch auf Dich zutrifft, kannst Du eine einfache Schutzmaßnahme nutzen: Aktiviere die BZV-Sperre. Die Abkürzung steht für beleghafte Zahlungsverkehrs-Sperre.
Bei vielen Banken findet man diese Option in den Einstellungen des Online-Bankings. Alternativ genügt ein Anruf beim Kundenberater oder ein Besuch am Schalter, um die Sperre einrichten zu lassen. Ist die BZV-Sperre aktiv, werden keine Papierüberweisungen mehr für das eigene Konto bearbeitet. Das gilt auch für gefälschte Überweisungen von Kriminellen. Überweisungen per Online-Banking funktionieren weiterhin wie gewohnt.