14. Mai 2026, 21:20 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Die ING ändert ihr Anmeldeverfahren für das Online-Banking grundlegend. Kunden müssen künftig einen neuen Benutzernamen und ein Passwort festlegen. Wer die Umstellung nicht rechtzeitig vornimmt, riskiert nach Angaben der Bank Probleme beim Kontozugriff. Eine verpflichtende Einführung ist bereits angekündigt.
Ob Überweisung, Kontostandsabfrage oder Abruf der Kreditkartenabrechnung – viele Bankgeschäfte laufen heute digital über App oder Browser. Genau dieser Zugang wird bei der ING nun neu organisiert. Das Institut informiert seine Kunden derzeit schriftlich über die anstehende Änderung.
Kern der Umstellung ist ein neues Anmeldeverfahren. Bislang erfolgt der Log-in mit einer Zugangsnummer und einer Internetbanking-PIN. Künftig ersetzt die Bank dieses Verfahren durch einen frei wählbaren Benutzernamen in Kombination mit einem Passwort. Über dieses neue Zugangssystem sollen sämtliche Konten und Bankprodukte erreichbar sein. Dazu zählen Girokonten, Tagesgeldkonten, Depots sowie Kreditkarten. Bislang waren diese teilweise über separate Zugangsnummern erreichbar.
Einmalige Anpassung der Zugangsdaten
Für Kunden bedeutet die Änderung vor allem eine einmalige Neufestlegung ihrer Zugangsdaten. Wer sich aktuell in das Online-Banking einloggt, wird häufig bereits auf die Umstellung hingewiesen. Der neue Zugang kann direkt eingerichtet werden. Dabei legen Nutzer einen individuellen Benutzernamen fest und vergeben ein neues Passwort, das sie künftig für den Log-in verwenden möchten. Die bisherigen Zugangsdaten verlieren anschließend ihre Gültigkeit.
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Bestätigung per App oder photoTAN
Nach der Einrichtung ist eine zusätzliche Freigabe erforderlich. Diese erfolgt entweder über die ING-App oder mithilfe eines photoTAN-Generators. Dabei handelt es sich um ein Gerät beziehungsweise eine Funktion zur Erzeugung von Transaktionsnummern zur Bestätigung von Bankvorgängen. Erst nach dieser Bestätigung ist der neue Zugang vollständig aktiviert.
Die Sicherheitsmaßnahme hat zudem zur Folge, dass nur das Gerät angemeldet bleibt, über das man die Freigabe durchgeführt hat. Alle anderen bislang verbundenen Geräte werden automatisch aus dem Online-Banking abgemeldet.
Derzeit kann die Einrichtung des neuen Log-ins teilweise noch übersprungen werden. Dauerhaft soll dies jedoch nicht möglich sein. In den kommenden Monaten will die ING die Umstellung verpflichtend machen, einen konkreten Termin nannte die Bank bislang nicht. Fest steht: Ohne neuen Benutzernamen und Passwort könnte der Zugriff auf das Konto vorübergehend gesperrt werden.
Parallel warnt die Bank vor erhöhter Phishing-Gefahr. Kriminelle nutzen Änderungen im Bankbereich häufig für betrügerische E-Mails oder SMS, um an Zugangsdaten zu gelangen. Kunden sollten daher ausschließlich die offizielle ING-App oder die bekannte Website der Bank verwenden und keine Links aus unbekannten Nachrichten anklicken.