18. Dezember 2025, 12:12 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Oft kommt es bei der Auslieferung von Paketen zu Problemen. Wenn Du Deine Bestellung nicht persönlich entgegennehmen kannst, landet sie bei einem Nachbarn oder in der nächsten Filiale. TECHBOOK zeigt, welche besseren Alternativen es gibt.
Bestellte Pakete landen nicht immer da, wo wir Kunden sie am liebsten hätten. Das liegt auch an der Arbeitsbelastung von Zustellern. Während immer mehr Menschen online bestellen, können die Mitarbeiter den Zuwachs nur schwerlich bewältigen. Laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung müssen Boten pro Tag durchschnittlich mehr als 100 Pakete ausliefern, dabei allein 20 Pakete in einer Stunde. Zu speziellen Events wie dem Black Friday Ende November oder aber Weihnachten steigt die Zahl der Zustellungen sogar noch.
Deshalb ist es nicht überraschend, dass die Paketboten sich häufig den Weg in den fünften Stock sparen und stattdessen bei einem Empfänger gleich mehrere Pakete abgeben. Dabei gibt es Zustellungsmöglichkeiten, die sowohl dem Boten als auch den Empfängern viel Zeit und Stress sparen.
Übersicht
Zum Nachbarn oder zum Wunschort schicken
Der Klassiker: Gib bei der Bestellung an, dass das Paket an einen Nachbarn gesendet werden soll, mit dem Du in Kontakt stehst. Alternativ kannst Du das Paket auch an eine vertraute Person schicken, die nicht im selben Haus wohnt. Hierfür trägst Du bei der Lieferadresse die Abkürzung c/o (übersetzt: in der Obhut von) und die Adresse der betreffenden Person ein.
Max Mustermann
c/o „Name der Person”
Adresse Hausnummer
Postleitzahl Ort
Zusätzlich bietet DHL einen Service an, mit dem man sich das Paket an einen Wunschort auf dem eigenen Grundstück liefern lassen kann. Im Kundenkonto gibst Du dafür eine Stelle an, die wettergeschützt und frei zugänglich, aber nicht für andere Personen einsehbar ist. Das könnte beispielsweise eine Garage oder ein Gartenhaus sein. Wenn das Paket zugestellt wurde, informiert die Post per E-Mail oder Karte darüber.
Paketbutler oder Paketbox einrichten
Etwas teurer, dafür aber praktischer sind der Paketbutler und die Paketbox. Beim Paketbutler handelt es sich um einen metallverstärkten Sack, den man sich an die Haustür hängen kann. Per Zahlencode kann der Bote den Sack öffnen und die Bestellung darin verstauen. Der Butler kostet etwa 250 Euro.
Die Deluxe-Variante stellt die Paketbox dar: ein eigener Paketcontainer, den sich der Besitzer an die Hauswand schrauben oder in den Garten stellen kann. Hierbei öffnet der Bote die Klappe mit einer TAN-Nummer. Mit 800 Euro ist die Paketbox allerdings auch nicht günstig.
Bei der Packstation oder Filiale abholen
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, sich Bestellungen bei einer Packstation abgeben zu lassen, die man vorher bestimmt hat. Es ist mit einer angepassten Anschrift ebenfalls möglich, das Paket zur Abholung an eine Filiale zu schicken.
Max Mustermann
Postnummer
Adresse der Postfiliale, Filialnummer
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Kaum jemand kennt die zusätzliche Aufgabe von Paketzustellern
Zu Geschäften oder auf die Arbeit senden
Wer sich den Gang zur Filiale sparen möchte, kann je nach Versanddienst (DPD, GLS oder Hermes) sein Paket auch an kooperierende Geschäfte schicken lassen. Dazu gehören unter anderem Tankstellen oder Bahnhöfe. Und wenn Du es Dir ganz einfach machen möchtest, kannst Du Dir Bestellung auch zur Arbeit schicken lassen, sofern Dein Chef damit einverstanden ist. Hole am besten vorher die Erlaubnis ein.
Zustellung 2.0
Die Zustellung per Drohne wird – wenn überhaupt – erst in einigen Jahren alltagstauglich sein. Dabei gibt es mitunter schon Service-Angebote, die sehr futuristisch wirken. Die DHL testete beispielsweise für einige Zeit in Köln, Bonn, Stuttgart und Berlin die sogenannte Kofferraumzustellung, bei der Pakete in den eigenen Kofferraum geliefert wurden. Dabei bekam der Bote die Position des Wagens mitgeteilt und konnte für die Zustellung das Auto mit einer PIN für 30 Sekunden öffnen. Das setzte allerdings ein Auto voraus, das bereits über diese Funktion verfügte. Im Jahr 2021 hat die DHL diese Art der Zustellung jedoch beendet.
In den USA geht man noch einen Schritt weiter. Über Amazon Key erhalten die Zusteller per Codeschloss Zugang zur eigenen Wohnung, um die Lieferung dort abzustellen. Zur Sicherheit gehört zu dem Angebot eine Kamera, die den Boten bei seiner Zustellung aufzeichnet, damit der Kunde über alles im Bilde ist. Das Equipment kostet rund 250 US-Dollar.