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79 Euro gefordert

Verbraucherzentrale warnt vor MietSofort wegen teurer Wohnungssuche

Vorsicht bei der Wohnungssuche
Vorsicht bei der Wohnungssuche Foto: Getty Images/Westend61

4. November 2026, 7:40 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Die Wohnungssuche läuft längst zu großen Teilen über das Internet. Gerade in Städten greifen viele Menschen auf Online-Plattformen zurück, um passende Angebote zu finden und sich möglichst unkompliziert auf Wohnungen zu bewerben. Bei der Plattform „MietSofort“ kann das jedoch unerwartete Kosten verursachen. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt aktuell vor dem Dienst.

Über mietsofort.de können Nutzer nach Wohnungen, Häusern und Zimmern suchen. Zusätzlich bietet die Seite Funktionen rund um die Wohnungsbewerbung an. Damit richtet sich das Angebot insbesondere an Menschen, die ihre Wohnungssuche und die damit verbundenen Bewerbungen online erledigen möchten. Was für Nutzer laut Verbraucherzentrale nicht ausreichend deutlich wird, sind die Kosten, die mit der Nutzung des Angebots verbunden sind.

MietSofort verlangt einmalig 79 Euro

Hinter dem Angebot steht die Subscription Cancel LTD aus dem bulgarischen Varna. Laut den Geschäftsbedingungen werden für die Nutzung einmalig 79 Euro fällig. Bezahlt werden muss unabhängig davon, ob die Wohnungssuche erfolgreich ist. Die Gebühr ist damit nicht an eine erfolgreiche Vermittlung oder den Abschluss eines Mietvertrags gekoppelt.

Die Verbraucherzentrale sieht den Vertragsschluss kritisch. Kosten und Leistung müssten vor einer Bestellung eindeutig erkennbar sein. Sie werden aber nur in den allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgeführt. Für Nutzer kann dadurch möglicherweise erst später deutlich werden, dass mit der Freischaltung des Angebots eine Zahlung verbunden ist. Auch der bisherige Button „Zugang freischalten“ steht in der Kritik. Mittlerweile wurde er in „Kostenpflichtig bestellen“ geändert.

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Was tun bei einer Rechnung von MietSofort?

Wer bereits eine Forderung erhalten hat, sollte laut Verbraucherzentrale nicht vorschnell bezahlen. Stattdessen empfiehlt es sich, die Forderung zunächst genau zu prüfen und vorhandene Unterlagen aufzubewahren. Betroffene können den Vertrag vorsorglich widerrufen. Einen passenden Musterbrief stellt die Verbraucherzentrale kostenlos bereit.

E-Mails, Rechnungen und Mahnungen sollten Nutzer aufheben. So bleiben wichtige Unterlagen und der bisherige Schriftverkehr dokumentiert. Bei einem Mahnbescheid ist es außerdem wichtig, die angegebenen Fristen einzuhalten, damit Betroffene rechtzeitig auf das Schreiben reagieren können.

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