8. November 2025, 16:07 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Instant Messenger haben heute einen festen Platz in unserem Alltag – genauer gesagt auf dem Smartphone. Doch denken Sie mal ein paar Jahrzehnte zurück: Da musste man noch an einem PC sitzen, um zu chatten. Und wahrscheinlich hatte man damals den MSN Messenger offen. Nach dessen Start im Jahr 1999 avancierte der Dienst schnell zu einem der populärsten Kommunikationsprogramme seiner Art. TECHBOOK erzählt seine Geschichte.
Chatten in Echtzeit – Ende der 1990er-Jahre war dies eine wahnsinnige Neuerung! Die ersten Dienste, die diese Art der Kommunikation ermöglichten, waren das von der israelischen Firma Mirabilis im Jahr 1996 gegründete ICQ und der Instant Messenger des Internetdienstanbieters AOL, der im Folgejahr an den Start gebracht wurde. Im Juli 1999 schickte Microsoft seinen eigenen Dienst zur Konkurrenz ins Rennen: den MSN Messenger. Dieser entwickelte sich bald zu einem weltweit beliebten und viel genutzten Dienst – Mitte der 2000er-Jahre verzeichnete er mehr als 300 Millionen aktive Nutzer, wie unter anderem „Yahoo Finances“ schreibt.
Vom MSN Messenger zum Windows Live Messenger
Falls Sie kurz gestockt haben, weil Sie sich an das Ganze erinnern, „Microsoft Messenger“ aber nicht ganz richtig klingt – vermutlich kannten Sie den Dienst unter seinem späteren Namen, Windows Live Messenger. Diesen trug er ab dem Jahr 2005. Ziel dieser Änderung war es, die Marke stärker in das damals entstehende Ökosystem rund um Windows Live einzubinden. Dazu gehörten auch der E-Mail-Dienst Hotmail und die Filehosting-Software SkyDrive.
Mit der Umbenennung gingen auch eine optische und technische Modernisierung einher. Der einstige MSN Messenger alias Windows Live Messenger konnte fortan für Gruppen-Chats und Videotelefonie genutzt werden, es wurden Spiele und eine Verbindung zu sozialen Netzwerken integriert. Das kam gut an. Nach 2005 wuchs die Nutzerbasis zunächst weiter. Doch zum Ende des Jahrzehnts hin begann der Rückgang.
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Smartphones machten den MSN Messenger bald hinfällig
Ab etwa dem Jahr 2007 eroberten Smartphones den Massenmarkt. Mobile Apps wie iMessage, WhatsApp, der Facebook Messenger und Co. machten es leicht, auch unterwegs zu chatten – und desktopbasierte Dienste entsprechend weniger attraktiv. Die Nutzerzahlen des MSN Messengers gingen ab 2008, 2009 spürbar zurück. Microsoft konnte nicht anders, als erkennen, dass Anwender zunehmend auf mobile und plattformübergreifende Dienste wechselten.
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Das Ende einer Ära: Von Messenger zu Skype und Teams
Skype war zu diesem Zeitpunkt längst etabliert für Internettelefonie und Videotelefonate. Im Jahr 2011 kaufte Microsoft den 2003 gestarteten Dienst für rund 8,5 Milliarden US-Dollar. Dies war zu diesem Zeitpunkt die teuerste Akquisition in der Unternehmensgeschichte des Technologiekonzerns. Die Nutzerbasis von Microsofts Windows Live Messenger sollte auf Skype übertragen werden, um einen einheitlichen Dienst zu schaffen, der Chats sowie Audio- und Videoanrufe unterstützt. Ab 2012 kündigte Microsoft die bevorstehende Abschaltung seines älteren Messengers an. 2013 wurde er schließlich zugunsten von Skype abgeschaltet.
Auch Skype galt langsam aber sicher als technisch überholt. Im März 2025 wurde er endgültig abgeschaltet und zu Microsoft Teams überführt.