11. Juni 2026, 11:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Google arbeitet an einer neuen Funktion für Betreiber von Websites. Sie soll mehr Transparenz darüber schaffen, wie Inhalte in den KI-Angeboten des Unternehmens verwendet werden. Gleichzeitig soll es möglich werden, die Nutzung bestimmter Inhalte in KI-Antworten zu unterbinden, ohne auf die Sichtbarkeit in der klassischen Google-Suche verzichten zu müssen.
Welche Änderungen Google plant
Bislang mussten Betreiber von Websites oft zwischen Reichweite und Kontrolle abwägen. Während Google seine Suchmaschine immer stärker um KI-Funktionen erweitert, fehlten bislang detaillierte Möglichkeiten, die Nutzung eigener Inhalte gezielt zu steuern. Nun testet das Unternehmen in der Search Console eine neue Einstellung, die genau das ermöglichen soll.
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Mit der Funktion reagiert Google auf Bedenken vieler Website-Betreiber. Sie möchten ihre Inhalte weiterhin in der Suche auffindbar machen, gleichzeitig aber nicht automatisch in allen KI-Produkten des Unternehmens erscheinen.
Welche KI-Angebote betroffen sind
Die geplante Einstellung bezieht sich auf mehrere Bereiche, in denen Google bereits KI-generierte Antworten anzeigt. Dazu gehören:
- KI-Zusammenfassungen in der Suche
- der KI-Modus
- KI-Inhalte im Discover-Bereich
Wer sich gegen die Nutzung entscheidet, soll verhindern können, dass die eigenen Seiten in diesen Funktionen verwendet werden. Laut Google bleibt die klassische Suche davon unberührt. Die Position einer Website in den regulären Suchergebnissen soll sich durch die Einstellung nicht verändern.
Eine Website könnte damit weiterhin über die normale Google-Suche gefunden werden, ohne gleichzeitig in KI-Antworten aufzutauchen.
Warum die Entwicklung für Betreiber wichtig ist
Die Bedeutung von Googles KI-Angeboten wächst. Nach Angaben des Unternehmens erreichen die KI-Zusammenfassungen inzwischen mehr als 2,5 Milliarden monatlich aktive Nutzer. Der KI-Modus kommt laut Google auf mehr als eine Milliarde Nutzer.
Google erklärt, dass die KI-Funktionen nicht nur Antworten liefern sollen. Sie sollen Nutzer auch auf externe Webseiten weiterleiten. Dafür habe das Unternehmen zusätzliche Links in KI-Antworten integriert, Vorschauen von Webseiten ergänzt und weitere Darstellungsformen getestet.
Trotzdem sorgt diese Entwicklung bei vielen Anbietern von Inhalten für Unsicherheit. Wenn wichtige Informationen bereits direkt in der Suche erscheinen, könnten Nutzer seltener die ursprünglichen Webseiten besuchen. Für Verlage, Online-Shops, Blogs und andere Anbieter kann das Auswirkungen auf Reichweite, Werbeeinnahmen und Geschäftsmodelle haben.
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Neue Daten zur KI-Reichweite
Die geplanten Auswertungen in der Search Console sollen deshalb zusätzliche Einblicke liefern. Betreiber von Websites sollen erkennen können, ob ihre Inhalte in generativen KI-Funktionen erscheinen und wie häufig dies geschieht. Außerdem sollen die Daten zeigen:
- welche Inhalte betroffen sind
- wie oft sie angezeigt werden
- in welchen Ländern sie in KI-Antworten auftauchen
Diese Informationen sollen helfen, die Bedeutung von Googles KI-Angeboten für die eigene Reichweite besser einzuschätzen.
Testlauf beginnt in Großbritannien
Zunächst steht die neue Funktion nur ausgewählten Website-Betreibern in Großbritannien zur Verfügung. Dort startet Google einen Test, um die Nutzung der Einstellung unter realen Bedingungen zu prüfen.
Einen Termin für eine weltweite Einführung hat das Unternehmen bisher nicht genannt. Ebenso ist noch offen, ob die Funktion nach Abschluss der Testphase unverändert übernommen oder weiter angepasst wird.