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Ende einer Ära

Beliebter Adblocker steht in Chrome vor dem Aus

Smartphone mit Google-Logo
Der Adblocker "uBlock Origin" verliert durch Änderungen an Chromium seine technische Grundlage Foto: Getty Images
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Mats Pache

15. Juni 2026, 8:57 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Google Chrome verabschiedet sich Schritt für Schritt von einer technischen Grundlage, auf der viele Browser-Erweiterungen bislang aufbauen konnten. Besonders betroffen ist der beliebte Werbeblocker uBlock Origin. Durch Änderungen an Chromium, der Basis von Google Chrome, verliert die Erweiterung zunehmend die Voraussetzungen für ihren bisherigen Betrieb.

Chromium stellt auf neue Plattform um

Auslöser für die Entwicklung ist der Wechsel von Manifest V2 auf Manifest V3. Dabei handelt es sich um Plattformen für Browser-Erweiterungen. Add-ons wie uBlock Origin werden auf dieser Grundlage entwickelt und in den Browser eingebunden.

Mit Manifest V3 führt Google eine wichtige technische Änderung ein. Die bisher genutzte webRequest-Schnittstelle wird durch die declarativeNetRequest-API ersetzt. Dadurch verändern sich die Möglichkeiten, die Erweiterungen innerhalb des Browsers nutzen können.

Für Nutzer hat das konkrete Folgen. Die neue Plattform schränkt bestimmte Funktionen von Erweiterungen stärker ein als die bisherige Lösung. Davon ist auch uBlock Origin betroffen.

Auswirkungen auf uBlock Origin

Google begründet den Wechsel mit Verbesserungen bei Sicherheit, Stabilität und Leistung des Browsers. Gleichzeitig verlieren zahlreiche Erweiterungen einen Teil ihres bisherigen Funktionsumfangs.

Bei uBlock Origin zeigt sich das unter anderem bei der Filterung unerwünschter Inhalte. Die Änderungen reduzieren die Möglichkeiten, mit denen die Erweiterung Inhalte herausfiltern kann. Dadurch sinkt die Wirksamkeit des Adblockers im Vergleich zur bisherigen Version.

Die Anpassungen betreffen nicht nur einzelne Funktionen, sondern die technische Grundlage, auf der die Erweiterung arbeitet. Deshalb steht die Zukunft von uBlock Origin innerhalb von Chrome zunehmend infrage.

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Unterstützung wird weiter zurückgefahren

Wie das Online-Magazin „Heise“ berichtet, beginnt die schrittweise Entfernung der Unterstützung ab Chromium-Version 150. Damit verschwinden auch Möglichkeiten, mit denen Nutzer die Abschaltung von Manifest V2 bislang hinauszögern konnten.

Dazu zählen bekannte Umgehungslösungen über Gruppenrichtlinien oder Änderungen in der Registry. Diese Methoden ermöglichten es bisher, die alte Erweiterungsplattform weiterhin zu verwenden. Mit den kommenden Änderungen verlieren jedoch auch diese Ansätze ihre Grundlage.

Der Wechsel auf Manifest V3 ist bei Google bereits beschlossen. Die verbliebenen Ausweichmöglichkeiten werden daher nach und nach abgeschafft.

Diese Alternativen bleiben

Ganz ohne Optionen bleiben Nutzer von uBlock Origin nicht. Innerhalb der Chromium-Welt steht weiterhin uBlock Origin Lite zur Verfügung. Diese Variante erfüllt die Vorgaben von Manifest V3, bietet jedoch einen deutlich kleineren Funktionsumfang.

Auch interessant: Was steckt hinter Googles neuer Opt-out-Funktion?

Wer die bisherigen Funktionen vollständig behalten möchte, muss auf andere Browser ausweichen. Mozilla Firefox unterstützt Manifest V2 weiterhin parallel zu Manifest V3. Auch Brave erlaubt den Einsatz der klassischen Version von uBlock Origin.

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