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Plötzlich weg

Gmail-Änderung betrifft Millionen! Zwei Funktionen werden abgeschafft

Stille Gmail-Änderung trifft Millionen Nutzer
Stille Gmail-Änderung trifft Millionen Nutzer Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

2. April 2026, 9:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Eine stille, aber folgenreiche Änderung ist auf Millionen Gmail-Nutzer zugerollt. Seit 2026 hat Google zwei Funktionen, die für viele den Komfort des Dienstes ausgemacht haben, gestrichen. Wer mehrere Postfächer über ein zentrales Gmail-Konto verwaltet, muss sich auf spürbare Einschränkungen einstellen.

Seit Jahresbeginn hat Gmail zwei zentrale Funktionen abgeschaltet: die Integration über Gmailify sowie den Zugriff per POP3-Protokoll. Der Hinweis ist unter anderem beim Log-in im persönlichen E-Mail-Postfach zu sehen. Nutzer von Drittanbieter-Konten müssen sich somit umstellen, um weiterhin E-Mails abrufen zu können.

Google stellt Gmailify und POP3 in Gmail ein

Gmailify ermöglichte es, Drittanbieter-Mailkonten wie Yahoo oder Outlook mit Gmail zu verbinden und dabei erweiterte Funktionen wie Spamfilter, Kategorien für den Posteingang und verbesserte Suchoptionen zu nutzen. Auch Push-Benachrichtigungen gehörten zu den Vorteilen. Diese Möglichkeiten entfallen nun komplett.

Beim POP3-Protokoll hat Google den Zeitplan für die Abschaltung inzwischen konkretisiert und Nutzern etwas mehr Zeit eingeräumt als zunächst angenommen. Ursprünglich stand Ende Januar als Stichtag im Raum. Nun soll die Unterstützung für neue Nutzer erst im ersten Quartal 2026 enden – betroffen sind also jene, die POP3 bislang noch nicht verwendet haben. Wer das Protokoll bereits aktiv nutzt, kann es vorerst weiterhin einsetzen. Allerdings ist auch hier das Aus absehbar: Im Laufe des Jahres 2026 soll POP3 dann auch für Bestandsnutzer endgültig abgeschaltet werden. Ein exaktes Datum nennt Google bislang nicht.

Damit ist klar: POP3 steht bei Gmail definitiv vor dem Aus – wenn auch mit gestrecktem Zeitrahmen. Wer bislang auf die Einbindung externer Konten über dieses ältere Protokoll gesetzt hat, sollte sich frühzeitig nach Alternativen umsehen.

IMAP wird zur neuen Pflichtlösung

Um den Zugriff auf Drittanbieter-Konten weiterhin zu ermöglichen, empfiehlt Google die Umstellung auf das moderne Internet Message Access Protocol (IMAP). Dieses wird im Gegensatz zu POP3 weiterhin unterstützt und erlaubt die Synchronisierung von E-Mails direkt auf mobilen Geräten wie Android-Smartphones oder iPhones über die Gmail-App. Die Nutzung erfolgt dabei ohne die gewohnten Gmail-Extras wie Spamschutz oder Kategorisierung.

Google wies im Vorfeld ausdrücklich darauf hin, dass Nutzer ihre Mail-Einstellungen prüfen und die Umstellung frühzeitig vornehmen sollten. Als Alternative zum bisherigen POP3-Abruf kann auch eine automatische Weiterleitung beim externen E-Mail-Anbieter eingerichtet werden, um neue Nachrichten im Gmail-Posteingang erscheinen zu lassen.

Für Nutzer externer, lokaler Mail-Clients bleibt es zudem weiterhin möglich, E-Mails unabhängig von Gmail lokal zu sichern – etwa indem Nachrichten aus einem per IMAP eingebundenen Postfach in lokale Ordner verschoben oder kopiert werden.

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So erkennst Du, wie ein externes Mail-Konto angebunden ist

Um zu prüfen, welche externen Postfächer in Gmail überhaupt über POP3 eingebunden sind, gehe wie folgt vor:

  • Öffne Gmail im Browser.
  • Klicke rechts oben auf das ZahnradAlle Einstellungen ansehen.
  • Gehe zum Reiter Konten und Import.
  • Unter E-Mails von anderen Konten abrufen sind alle Konten gelistet, die bei Gmail eingebunden sind.

Finden sich hier noch Einträge, beispielsweise mit POP3-Anbindung, musst Du aktiv werden und auf IMAP umstellen. Achte darauf, dass bei beiden E-Mail-Clients IMAP aktiviert ist. Bei Gmail ist das seit Januar 2025 standardmäßig der Fall.

Auch interessant: Wenn Nutzer das nicht tun, löscht Google das Gmail-Konto

Nutzer stehen vor Problemen

Gmail unterstützt für externe Postfächer wie beispielsweise GMX grundsätzlich nur den Abruf über das ältere POP3-Protokoll. Eine vollständige IMAP-Anbindung, bei der Ordner, Strukturen und Änderungen zwischen beiden Postfächern synchron bleiben, ist von Google nicht vorgesehen. Deshalb lassen sich externe Konten nicht direkt per IMAP in Gmail integrieren, und ein Import der kompletten Ordnerstruktur ist technisch ausgeschlossen.

Wer auch nach der Abschaltung von POP3 und Gmailify alle neuen Nachrichten zuverlässig in Gmail erhalten möchte, muss eine automatische Weiterleitung einrichten. Sie sorgt dafür, dass eingehende E-Mails sofort an das Gmail-Konto übermittelt werden – ohne die Einschränkungen, die der fehlende IMAP-Support mit sich bringt.

Bisher importierte E-Mails bleiben auch nach der Einstellung der genannten Funktionen im Gmail-Konto erhalten. Ebenso ist es weiterhin möglich, einmalige Importe von Nachrichten und Kontakten aus Drittanbieter-Konten durchzuführen. Eine fortlaufende Synchronisierung wie bisher wird jedoch nicht mehr möglich sein.

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