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Windows Defender und Co.

Welchen Virenschutz braucht ein Laptop mit Windows?

Virenschutz Windows: Mann am Laptop
Das Betriebssystem Windows ist den meisten Angriffen ausgesetztFoto: Getty Images

Windows ist das beliebteste Betriebssystem weltweit – sowohl bei Nutzern als auch bei Computerviren. Was ist also der beste Virenschutz für einen Windows-PC?

Mit einem Marktanteil von über 60 Prozent liegt Windows (10) als Betriebssystem weit vorn der Konkurrenz. Die Kehrseite: Die meisten der täglich zu tausenden entdeckten Viren sind vor allem auf Windows-Nutzer ausgerichtet. Deshalb sind Virenschutz-Programme für Windows auch besonders gefragt.

Der optimale Virenschutz für Windows

Der Otto-Normalverbraucher möchte sich nicht ständig um den Schutz vor Malware kümmern müssen. Die meisten wollen eine einfache Lösung, die automatisch nach Bedrohungen sucht und sich um diese kümmert, sodass sie selbst einen geringen Mehraufwand haben. Guten Virenschutz gibt es auch kostenlos, wobei die Bezahlpakete der Anbieter natürlich umfangreicher sind und mitunter effizienter arbeiten.

Testlabore wie AV-Test in Magdeburg haben sich auf Computerviren spezialisiert und prüfen Programme zum Virenschutz nach Kriterien wie Schutzwirkung, Benutzeroberfläche und Geschwindigkeit der Scanner. Dabei ist der Virenschutz beziehungsweise die Erkennungsrate schädlicher Software das zentrale Bewertungsmerkmal. Relevant sind außerdem Funktionsumfang und die Anzahl ausgelöster Fehlalarme.

Kostenlos integriert – der Windows Defender

Der Windows Defender ist ab Windows 8 fester Bestandteil des Gesamtpakets. Entwickler Microsoft liefert also kostenlos bereits einen Virenschutz mit. Anfangs genoss das Programm allerdings keinen guten Ruf; vor allem in der Virenabwehr fiel der Defender in vielen Tests durch. In den letzten Jahren hat Microsoft aber kräftig nachgebessert du inzwischen schneidet der Windows Defender sehr gut ab.

Der Echtzeitscanner durchsucht den Computer vollständig und automatisiert. Entdeckte Malware wird isoliert und anschließend zerstört. 2018 wurde außerdem mit Windows Defender Browser Protection ein Plugin für Google Chrome veröffentlicht, das Nutzer vor Phishing-Seiten schützen soll. Reicht also der Defender inzwischen als Virenschutz für Windows aus? Oder sollten Nutzer auf weitere Anti-Viren-Programme setzen?

Anti-Viren-Programme für Windows

Laut aktuellen Testergebnissen genügt der Windows Defender im Alltag tatsächlich – was nicht heißt, dass sich ein anderes Programm nicht lohnen würde. Gerade was Funktionsumfang und Service angeht, bieten andere Programme teilweise mehr an.

Gratis-Programme

Neben dem Defender gibt es noch eine ganze Reihe guter Virenschutz-Programme, die nichts kosten. Mehr dazu lesen Sie in unserem Vergleichsartikel zu kostenlosen Anti-Virus Programmen.

Zu nennen sind an dieser Stelle vor allem Kaspersky Security Cloud Free und Panda Free Antivirus. Aber auch das bekannte Avira Free Security hat eine sehr hohe Erkennungsrate und kann Ihren Laptop oder PC ausreichend schützen. Über einen effizienten Echtzeitscanner verfügen die Programme alle. Letztlich kommt es auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers an. Avira beispielsweise hat einen guten Scanner und eine intuitive, übersichtliche Benutzeroberfläche, macht dafür aber den Laptop etwas langsamer und geht mehr auf den Akku als andere Programme.

Kostenpflichtige Komplettlösungen

Gerade für die, die gerne ein Komplettpaket hätten und sich um möglichst wenig kümmern möchten, kann sich aber auch ein kostenpflichtiges Angebot lohnen. Umfassender Support, ein Passwort-Manager, ein sicheres Netzwerk (VPN) – das gibt es in der Regel nur in Bezahlpaketen.

Im aktuellen AV-Test (Juni 2020) schnitten gleich mehrere Programme mit Bestnoten ab:

  • McAfee Total Protection 23.0
  • Kaspersky Internet Security 20.0
  • F-Secure SAFE 17
  • BullGuard Internet Security 20.0
  • Norton 360 22.20
  • Trend Micro Internet Security 16.0

Sowohl im Bereich Sicherheit als auch in Sachen Geschwindigkeit und Benutzeroberfläche erreichten die Programme die volle Punktzahl. Die oben genannten Lösungen kosten zwischen fünf und 100 Euro, können in einem Rutsch oder in Raten bezahlt werden. Zwei kostenlose Anti-Virus-Programme haben es übrigens auch in die Bestenliste von AV-test geschafft: AhnLab V3 Internet Security 9.0 und – der Windows Defender!

Fazit

Letztlich nehmen sich die Anbieter, was den relevanten Sicherheitsaspekt angeht, nicht viel. Nutzer sollten sich deshalb entscheiden, was Ihnen wichtig ist: Ein vollautomatisierter Scan oder die Möglichkeit, selbst noch kleinste Scans manuell durchzuführen? Eine übersichtliche und intuitive Benutzeroberfläche oder ein großer Funktionsumfang? Und nicht zuletzt ist auch die Frage wichtig: Wofür brauche ich den Virenschutz? Nutze ich meinen Rechner zum Surfen im Internet? Habe ich viele sensible Daten auf meinem Laptop? Gegebenenfalls auch Firmendaten? Für den Alltagsgebrauch reicht Windows-Nutzern der vorinstallierte Defender oder gegebenenfalls ein anderes kostenloses Tool. Wer mehr Support möchte oder besonders sensible Daten speichert, sollte über eine kostenpflichtige Lösung nachdenken.

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