25. April 2026, 11:47 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die bekannte Google-App, die viele bereits von Android-Geräten kennen, ist jetzt auch für Windows 10 und Windows 11 verfügbar. Es handelt sich um eine eigenständige Anwendung, die den Zugriff auf die Websuche erleichtert. Statt den Browser zu öffnen, genügt eine Tastenkombination aus Alt-Taste und Leertaste. Dadurch lässt sich die Suche direkt starten, ohne Umwege über zusätzliche Programme.
Neben der klassischen Suche bietet die Anwendung weitere Funktionen. Laut offizieller App-Seite dient sie gleichzeitig als Zugang zur KI „Gemini“ sowie zur Bilderkennung Google Lens. Inhalte auf dem Bildschirm lassen sich markieren, Texte kopieren und zusätzliche Informationen abrufen. Die Ergebnisse erscheinen direkt im Fenster der App. Ein Wechsel zu anderen Anwendungen ist nicht notwendig.
Funktionen erinnern an bekannten KI-Assistenten
Die Anwendung geht über eine reine Suchfunktion hinaus. Sie kann auch lokale Dateien und installierte Programme auf dem Rechner durchsuchen. Wer sich mit einem Google-Konto anmeldet, erhält zusätzlich Zugriff auf Inhalte aus dem Google-Workspace. Damit lassen sich verschiedene Datenquellen an einem Ort bündeln.
Diese zentrale Zusammenführung bringt jedoch auch Fragen mit sich. Besonders beim Thema Datenschutz bleibt unklar, wie genau die Verarbeitung der Daten erfolgt. Es ist wahrscheinlich, dass ein Teil der Informationen nicht lokal auf dem Rechner verarbeitet wird, sondern auf Servern von Google. Ob dabei persönliche Inhalte hochgeladen werden, ist derzeit nicht bekannt.
Vorsichtiger Start ohne große Ankündigung
Die Einführung der App erfolgt ohne große öffentliche Kommunikation. Eine offizielle Ankündigung oder ein Blogbeitrag auf der Website fehlen bislang. Zudem ist die Anwendung aktuell nur in englischer Sprache verfügbar, obwohl andere Funktionen wie der KI-Modus bereits in Deutschland zur Nutzung bereitstehen.
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Auch beim Download gibt es Einschränkungen. Die App richtet sich laut Hinweis an Nutzer ab 13 Jahren. Eine tatsächliche Altersprüfung findet jedoch nicht statt. Der zurückhaltende Start könnte mit der allgemeinen Skepsis gegenüber KI-Anwendungen zusammenhängen. Frühere Funktionen auf dem PC, etwa Microsofts Recall-Feature, hatten für Kritik gesorgt.