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Umfangreiches Update

Geheimprojekt von Microsoft! Das steckt hinter Windows K2

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Microsoft arbeitet offenbar an Windows K2, um Windows 11 spürbar zu verbessern Foto: Getty Images
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Mats Pache

29. April 2026, 10:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Microsoft hatte schon im Januar einen anderen Schwerpunkt für Windows 11 angekündigt. Windows-Chef Pavan Davuluri stellte damals in Aussicht, dass die alltägliche Nutzung wieder stärker zählen soll.

Statt immer neue KI-Bausteine in das System zu schieben, sollen Leistung, Verlässlichkeit und eine einfachere Bedienung wichtiger werden. Hintergrund sind mehrere Monate mit teils schweren Problemen nach Monats-Patches. Dazu kommen offene Schwachstellen im Nutzererlebnis, die Windows 11 seit dem Start begleiten. Nun gibt es Hinweise, dass Microsoft diese Punkte gebündelt angeht.

Windows K2 als internes Vorhaben

Das Projekt soll intern Windows K2 heißen. Laut „WindowsCentral“ richtet Microsoft den Blick dabei auf besonders störende Schwächen des Betriebssystems. Im Mittelpunkt stehen drei Felder: ein schnelleres Systemgefühl, eine modernisierte Oberfläche und mehr Stabilität. Zusätzlich sollen grundlegende Bauteile von Windows 11 überarbeitet werden. Den Angaben zufolge verfolgt Microsoft das Ziel, aus Windows 11 wieder ein Produkt zu machen, das Nutzer gern verwenden.

Neue Grundlage für die Oberfläche

Besonders viel ändern könnte sich an der Bedienoberfläche. Die bisherige technische Basis React gilt als ressourcenhungrig und soll durch WinUI 3 ersetzt werden. Web-Elemente innerhalb der Oberfläche sollen verschwinden und an ihre Stelle native Apps treten. Außerdem ist von einer neuen Rendersoftware die Rede. Interne Quellen sprechen laut WindowsCentral von bis zu 60 Prozent mehr Leistung bei der Oberfläche.

Auch bei der Taskleiste plant Microsoft Anpassungen. Sie soll umfangreichere Möglichkeiten zur Personalisierung bekommen. Vor allem für Nutzer, die Windows 11 zu starr empfinden, wäre dies relevant. Eine schnellere Oberfläche allein würde zwar helfen. Mehr Freiheit bei zentralen Elementen könnte den Alltag mit dem System aber ebenfalls deutlich angenehmer machen.

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Startmenü ohne automatische Werbung

Ein weiterer Punkt betrifft Inhalte, die viele Nutzer stören. Werbung im Startmenü soll Microsoft künftig entfernen. Auch das MSN-Widget soll nicht mehr automatisch ab Werk dort erscheinen. Wer es nutzen möchte, müsste es selbst einschalten. Das wirkt zunächst klein, ist aber bemerkenswert. Denn solche Flächen können für Microsoft wirtschaftlich interessant sein. Dass sie dennoch geprüft werden, zeigt den möglichen Umfang des Umbaus.

Auch interessant: So verändert Microsoft die erste Einrichtung von Windows 11

Parallele zu Windows XP

Die geplanten Neuerungen erinnern an die Tragweite des Service Pack 2 für Windows XP. Das Update erschien im August 2004 und brachte wichtige Nachrüstungen. Dazu zählten eine integrierte Firewall, geschlossene Sicherheitslücken, mehr Stabilität und Bluetooth-Kompatibilität. Der Schritt kam damals nach großen Problemen. Die Würmer Blaster und Sasser hatten zwischen 2003 und 2004 deutlich gemacht, wie anfällig Windows 95 bis XP an mehreren Stellen war.

Ob Windows K2 für Windows 11 eine ähnliche Bedeutung bekommt wie das Service Pack 2 für Windows XP, lässt sich noch nicht sagen. Microsoft nennt bisher keine offiziellen Details. Das kann helfen, keine zu großen Erwartungen zu wecken. Einen groben Zeitraum gibt es trotzdem: Die Änderungen sollen zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 bei den Nutzern ankommen. Damit könnte Windows 11 26H2 im Herbst 2026 den Startpunkt bilden.

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