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Windows installiert selbstständig Gesichtsscanner-App

Windows 11 hat ein neues OneDrive-Tool bekommen, nachdem die User nicht gefragt haben.
Windows 11 hat ein neues OneDrive-Tool bekommen, nachdem User nicht gefragt haben Foto: Getty Images
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Mats Pache
Mats Pache

3. August 2026, 9:35 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Ohne Ankündigung und offenbar auch ohne ausdrückliche Zustimmung landet bei einigen Windows-11-Nutzern derzeit eine neue Anwendung im Startmenü. Die App heißt „OneDrive Fotos“ und erweitert Microsofts Cloud-Dienst um eine zusätzliche Bildverwaltung.

Neu ist dabei vor allem die eigenständige Oberfläche. Während OneDrive-Fotos in Windows 11 bisher hauptsächlich über den Datei-Explorer oder die Windows-Fotos-App erreichbar waren, gibt es nun eine separate Anwendung für Bilder aus der Cloud und vom lokalen Speicher.

Noch Beta, aber schon auf vielen PCs

Interessant ist, dass OneDrive Fotos offiziell noch als Beta gekennzeichnet wird. Im praktischen Einsatz wirkt die Anwendung allerdings bereits recht ausgereift. Sie basiert auf Microsofts WebView2-Technologie und läuft damit im Grunde als Web-App innerhalb von Windows.

Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits kann Microsoft neue Funktionen schnell bereitstellen. Andererseits ist die App stark auf eine Internetverbindung angewiesen. Offline stehen lediglich lokal gespeicherte Fotos zur Verfügung.

Auch ohne Microsoft-Konto nutzbar

Wie das Online-Magazin „Windows Latest“ berichtet, funktioniert die App grundsätzlich ohne Anmeldung. Schon dann erkennt sie vorhandene Bildordner auf dem PC und bietet typische Funktionen zum Betrachten, Bearbeiten, Teilen oder Drucken von Fotos.

Spannender wird es mit einem Microsoft-Konto. Dann greift OneDrive Fotos auch auf Inhalte aus der Cloud zu und schaltet zusätzliche Features frei. Dazu gehört eine KI-Suche, die Fotos anhand von Bildinhalten oder Texten durchsuchen kann.

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Gesichtserkennung inklusive

Microsoft integriert zudem eine optionale Personenerkennung. Aktivieren Nutzer die Funktion, analysiert die App Gesichter auf Fotos und fasst ähnliche Personen automatisch zusammen.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass die dafür genutzten Daten in einigen Ländern als biometrische Informationen eingestuft werden könnten. Laut Microsoft werden diese Informationen nicht an Dritte weitergegeben. Dennoch dürfte gerade die Kombination aus Cloud-Anbindung und automatischer Bilderkennung bei datenschutzsensiblen Personen für Diskussionen sorgen.

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Entfernen ist komplizierter als gedacht

Wer die neue Anwendung nicht nutzen möchte, stößt schnell auf ein Problem. OneDrive Fotos kann derzeit nicht separat deinstalliert werden.

Die App ist direkt an OneDrive gekoppelt. Nutzer müssen deshalb den kompletten OneDrive-Client von ihrem Windows-System entfernen, wenn sie die Foto-App loswerden wollen. Das funktioniert über die Windows-Einstellungen im Bereich „Apps“ und „Installierte Apps“.

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