26. September 2025, 17:39 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Der offizielle Support von Windows 10 endet am 14. Oktober 2025, doch Microsoft bietet im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) eine kostenlose Verlängerung der Sicherheitsupdates bis 2026 an. Voraussetzung dafür ist die Nutzung eines Microsoft-Kontos. Alternativ waren kostenpflichtige Optionen wie OneDrive-Backup oder Reward-Programm vorgesehen. Die europäische Verbraucherschutzorganisation Euroconsumers sah darin Verstöße gegen EU-Gesetze. Microsoft hat nachgegeben, um rechtliche Konflikte zu vermeiden.
Am 14. Oktober 2025 endet der offizielle Support für Windows 10. Dies bedeutete ursprünglich, dass Nutzer ab dem 15. Oktober keine Updates mehr erhalten würden, es sei denn, sie wechseln zu Windows 11. Microsoft hat jedoch eine Update-Verlängerung in Aussicht gestellt, die jedoch ursprünglich mit Kosten verbunden war. Dank der Intervention von Verbraucherschützern gibt es nun eine positive Wendung.
Voraussetzungen für die Support-Verlängerung
Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erhalten Nutzer laut „Windows Central“ die Extended Security Updates (ESU) für Windows 10 bis zum 14. Oktober 2026 kostenlos. Diese Entscheidung von Microsoft bedeutet, dass Privatanwender ein weiteres Jahr wichtige Sicherheitsaktualisierungen erhalten, ohne dass ihre Geräte Sicherheitsrisiken ausgesetzt sind. Eine Bedingung bleibt jedoch: die Verbindung ihrer Windows-Installation mit einem Microsoft-Konto.
Nutzer, die Windows mit einem lokalen Konto verwenden, müssen auf ein Microsoft-Konto umsteigen, um die ESU zu erhalten. Dies mag für manche ein zusätzlicher Schritt sein, jedoch sind die Alternativen deutlich kostspieliger.
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Ursprüngliche Pläne von Microsoft
Microsoft hatte ursprünglich drei Methoden vorgesehen, um die ESU zu erhalten. Eine Möglichkeit war die Teilnahme am Microsoft-Reward-Programm, bei dem Nutzer 1000 Treuepunkte sammeln müssten. Diese Punkte sind durch intensive Nutzung von Microsoft-Produkten und Umfragen zu erhalten, was Zeit und persönliche Daten erfordert.
Eine weitere Option war die Nutzung von Windows-Backup in Kombination mit OneDrive-Cloud-Speicher. Da der kostenlose Speicherplatz von 5 Gigabyte meist nicht ausreicht, wäre ein kostenpflichtiges Abonnement nötig, das jährliche Kosten von 20 bis 99 Euro pro Gerät mit sich bringen könnte. Die dritte Möglichkeit war eine direkte Zahlung von 30 US-Dollar (ca. 26 Euro).
Reaktionen der Verbraucherschützer
Die europäische Verbraucherschutzorganisation Euroconsumers sah in diesen Konditionen Verstöße gegen EU-Recht. Sie warfen Microsoft vor, finanzielle Vorteile aus dieser Regelung zu ziehen. Um rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, hat Microsoft die Regelungen für Nutzer im EWR gelockert, was ihnen ein weiteres Jahr Nutzung von Windows 10 ohne Sicherheitsbedenken ermöglicht. Wie es nach diesem Jahr weitergeht, bleibt jedoch abzuwarten.