Internetnutzer müssen sich wohl bald an mehr Werbung gewöhnen Foto: Getty Images
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Mats Pache
12. August 2026, 14:39 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Microsoft verabschiedet sich von Manifest V2. Ab August 2026 beginnt im Edge-Browser die schrittweise Umstellung auf Manifest V3. Erweiterungen, die noch auf dem alten Standard basieren, werden dadurch nach und nach unbrauchbar. Die Migration für Privatnutzer soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Adblocker nur noch eingeschränkt nutzbar
Microsoft folgt dem Kurs von Google und treibt den Wechsel auf Manifest V3 voran. Das Unternehmen hat den Umstieg in seinem Unternehmensblog angekündigt. Manifest V2 wird demnach ab August 2026 schrittweise aus Edge entfernt.
Besonders betroffen sind Adblocker. Viele der beliebten Werbeblocker nutzen Funktionen von Manifest V2, die unter Manifest V3 nicht mehr zur Verfügung stehen. Entwickler bieten zwar teilweise angepasste Versionen an, diese gelten jedoch oft als weniger effektiv.
Hintergrund ist die neue Erweiterungsarchitektur von Chromium, die bereits in Google Chrome eingeführt wurde. Sie schränkt den Zugriff von Erweiterungen auf Netzwerkanfragen stärker ein und begrenzt damit die Möglichkeiten zur Werbeblockung.
Microsoft zeigt ersten Nutzern bereits Hinweise im Edge-Browser an. Diese informieren über die bevorstehende Änderung bei Erweiterungen. Damit bereitet das Unternehmen auf den Wechsel der Erweiterungsarchitektur vor.
Für Nutzer kann die Umstellung im Alltag sichtbar werden. Wenn ein bisher verwendeter Adblocker nicht mehr unterstützt wird, erscheinen auf Websites wieder mehr Werbeinhalte.
Manifest V3 ist Teil der neuen Erweiterungsarchitektur für Chromium-Browser, die neben Edge auch zahlreiche andere Browser wie Google Chrome, Brave, Opera und Vivaldi betrifft.
Wer seine Erweiterungen weiterhin in bisheriger Form nutzen möchte, muss prüfen, ob geeignete Versionen für Manifest V3 vorhanden sind. Andernfalls bleibt nur der Wechsel zu einem alternativen Browser.
Für private Nutzer soll der Wechsel bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Für Unternehmen gilt ein längerer Zeitraum. Dort soll Manifest V2 erst 2027 auslaufen. Damit erhalten Firmen mehr Zeit, ihre eingesetzten Erweiterungen zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.
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