18. Januar 2026, 17:52 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Windows von Microsoft hat im November 2025 40. Geburtstag gefeiert. Seitdem hat sich das Aussehen des ersten Betriebssystems mit grafischer Benutzeroberfläche mit jeder neuen Version erheblich verändert. Dennoch gibt es einige Programme, die bis heute mit Windows verbunden sind.
In 40 Jahren Windows probierte Microsoft viel aus, um sein Betriebssystem bedienerfreundlich zu gestalten. Manche Programme erfüllten ihren Zweck. Andere wiederum verschwanden schnell wieder von der Bildfläche.
Zu den Klassikern gehört sicherlich das Spiel Solitaire. Das Kartenspiel tauchte das erste Mal im Jahr 1990 in Windows 3.0 auf. Damals taten sich viele Computerbesitzer noch schwer, die Maus als Steuergerät zu benutzen. Auf spielerische Weise sollte Solitaire den Mauseinsatz trainieren.
Fünf Programme zählen zu den Windows-Urgesteinen. Diese haben zwar auch einige Veränderungen erfahren, erfüllen allerdings auch nach 40 Jahren immer noch ihren Zweck.
Notepad
Den digitalen Notizblock hat Microsoft bereits im Jahr 1983 vorgestellt. Zwei Jahre später integriert das Unternehmen das Programm Notepad in seiner ersten Windows-Version. Seit dieser Zeit können Erinnerungen digital festgehalten werden.
Schon in der ersten Notepad-Version lassen sich Notizen durchsuchen, kopieren und einfügen. Das kleine ressourcenschonende Programm entwickelt sich schnell zu einem echten Windows-Liebling. Das verwundert, denn schon damals lieferte Windows mit Write ein einfaches Textverarbeitungsprogramm, das deutlich mehr Funktionen mitbrachte als das schlichte Notepad.
Aus Write wird ab Windows 95 Wordpad. Unter diesem Namen gehörte das Programm bis Ende 2024 zum Windows-Standard, ehe Microsoft das Schreibwerkzeug aus dem Programmsortiment streicht.
Notepad existiert bis heute fort, selbstverständlich in einem moderneren Outfit. Dennoch startet das Programm schnell wie vor 40 Jahren. Inzwischen hat Microsoft dem digitalen Notizblock eine Tab-Funktion geschenkt. So lassen sich verschiedene Zettel nebeneinander anheften. Zudem können Texte inzwischen auch formatiert und auf Fehler überprüft werden. Inzwischen arbeitet Notepad auch mit KI-Unterstützung.
Paint
Vor den bekannten Bildbearbeitungsprogrammen verfügte bereits das erste Windows mit Paint über ein Tool, um Bilder zu bearbeiten und einfache Skizzen oder Zeichnungen zu erstellen.
Mit wenigen Mausklicks ließen sich einfache geometrische Formen und Linien auf dem Bildschirm erstellen. Paint verfügte auch über Möglichkeiten, um Texte in Bilder zu integrieren oder bestimmte Bereiche einzufärben. Für damalige technische Verhältnisse ein mächtiges Tool.
Paint unter der aktuellen Windows-Version hat nicht nur eine optische Auffrischung erfahren, sondern eignet sich als einfache und kostengünstige Alternative, um Bilder zu bearbeiten. Große Kunst lässt sich damit nicht zaubern, allerdings reichen die Features, um kleine Änderungen vorzunehmen oder einfache Zeichnungen zu erstellen.
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Systemsteuerung
Um die Systemsteuerung machen aktuelle Windows-Nutzer am liebsten einen großen Bogen. Auch Microsoft versucht, das Tool bestmöglich zu verstecken. Dabei war die Systemsteuerung in der ersten Windows-Version ein winziges Werkzeug. Darüber ließen sich ein paar wenige Änderungen vornehmen, beispielsweise wie oft der Mauszeiger blinkt oder Datum und Uhrzeit manuell einstellen.
Heute ist die Systemsteuerung ein komplexes Tool, das Microsoft am liebsten abschalten möchte. Der Versuch, die Systemsteuerung zu ersetzen, läuft seit dem Jahr 2012, als Microsoft eine App für Einstellungen in Windows integriert hat. Diese soll dazu dienen, die Systemsteuerung abzulösen.
Aktuell existieren beide Tools parallel, leider. Denn wer bestimmte grundlegende Änderungen unter Windows vornehmen möchte, der verplempert eine Menge Zeit bei der Suche. Denn nicht immer ist eindeutig klar, welche Funktion sich per Systemsteuerung oder über die Einstellungen ändern lässt.
Taschenrechner
Vor dem Beginn des Computer-Zeitalters gehörte ein Taschenrechner auf jeden gut sortierten Schreibtisch. Selbstverständlich hat Microsoft deswegen auch eine digitale Rechenmaschine in seine erste Windows-Version aufgenommen.
Damit ist Microsoft ein Jahr später dran als Apple. Die Computer der Konkurrenz werden bereits seit dem Jahr 1984 mit einem integrierten Taschenrechner ausgeliefert.
Der erste Windows-Rechner verfügte nur über grundlegende Rechenfunktionen, um ein paar Zahlen sinnvoll zusammenzurechnen. Später schenkt Microsoft seinem Taschenrechner weitere Funktionen. Heute gibt es einen wissenschaftlichen Modus, über den sich kompliziertere mathematische Formeln und Funktionen berechnen lassen. Nur in die Tasche passte er nie. Dafür besitzen Smartphones ebenfalls leistungsfähige Taschenrechner-Apps.
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Uhr
Um die Uhrzeit auf dem Computer darzustellen, brauchte es in der ersten Windows-Version vor 40 Jahren noch ein eigenes Programm. Sich die Uhrzeit auf Bildschirmen anzeigen zu lassen, war damals noch etwas ganz Besonderes. Nur wenige Jahre zuvor kamen die ersten Fernseher auf den Markt, auf denen sich per Knopfdruck auf der Fernbedienung die Uhrzeit digital auf der Mattscheibe anzeigen ließ.
Ab Windows 95 verschwindet die Uhr als eigenständiges Programm. Doch mit der Version 8.1 des Microsoft-Betriebssystems taucht die Zeitanzeige als App wieder auf. Die moderne Windows-Uhr kann allerdings deutlich mehr, dient als Stoppuhr, Wecker oder verrät die Uhrzeit in verschiedenen Regionen der Welt.
Im hektischen Arbeitsalltag besonders wichtig: die Einstellung von Fokuszeiten. In diesen ausgewählten Zeiträumen sind sämtliche Benachrichtigungen deaktiviert. Zudem lassen sich Pausen definieren, um danach mit neuer Energie ans Werk zu gehen.
So sah Windows vor 40 Jahren aus
Wer wissen möchte, wie Windows mit Notepad, Paint, Systemsteuerung, Taschenrechner und Uhr vor 40 Jahren ausgesehen hat, der bekommt hier einen Eindruck. Zudem noch einen lustigen Werbeclip mit dem späteren Microsoft-CEO Steve Ballmer.