Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Evergreener MacBook Alle Themen
Apple warnt

Ein Blatt Papier reicht, um das MacBook zu zerstören!

Moderne Laptops wie das MacBook Aur sind äußerst dünn konzipiert. Das kann Probleme bringen, wenn Nutzer nicht vorsichtig sind
Moderne Laptops wie das MacBook Air sind äußerst dünn konzipiert. Das kann Probleme bringen, wenn Nutzer nicht vorsichtig sind Foto: Getty Images
Artikel teilen
Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

13. August 2025, 13:19 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Vermutlich haben Sie es auch schon einmal getan: Der Platz in der Tasche ist knapp, und um ein Dokument oder einen Brief nicht zu zerknicken, wird das Papier in den Laptop gelegt. Doch genau das sollten Sie nicht tun! Ein dünnes Stück Papier reicht bereits aus, um das Gerät zu zerstören.

Auch Apple hat 2023 bereits vor diesem Fehler gewarnt und ihm sogar einen eigenen Eintrag auf seiner Supportseite gegönnt. Hier bezieht sich der Hersteller zwar nicht explizit auf ein Blatt Papier, warnt aber vor der Verwendung von Kameraabdeckungen, Handballenauflagen oder Tastaturabdeckungen. Diese solle man zwingend entfernen, bevor man das Display schließt. Anderenfalls könnte es Schaden nehmen.

„Um das schlanke Design von Mac-Notebooks zu ermöglichen, wurde der Abstand zwischen Display (Bildschirm) und Gehäuse mit äußerst geringen Toleranzen konstruiert“, erklärt Apple. „Wenn sich Material auf dem Display, der Tastatur oder der Handballenauflage befindet, kann dies beim Schließen des Displays stören und zu Beschädigungen führen.“

Postkarte aus Papier lässt MacBook-Display zerspringen

Das mussten mittlerweile auch einige Nutzer erfahren. Zu diesen gehört auch Heidi, die eine Postkarte zwischen Display und Tastatur ihres MacBook Air gelegt und dieses geschlossen hat, woraufhin die Glasoberfläche des Bildschirmes gesprungen ist. Überrascht davon schildert sie unter dem Usernamen classicheidi auf TikTok ihre Erfahrungen. Die Kollegen von „Golem“ haben den Post entdeckt.

Auch auf „Reddit“ gibt es zahlreiche Einträge zu dem Thema. Verschiedene Nutzer fragen sich, ob sie überhaupt eine Tastaturabdeckung beim MacBook nutzen sollten. Die Antworten im Forum sind durchwachsen. Viele berichten davon, dass derartige Vorkehrungen zum Schutz ihres Gerätes genau das Gegenteil bewirkt und zu Schäden geführt haben. „Alles, was die Tastatur und den Bildschirm im geschlossenen Zustand besser schützt, belastet die Scharniere. Es gibt wirklich keinen Bedarf, die Tastatur abzudecken“, warnt etwa ein Nutzer.

Andere wiederum hatten bislang kein Problem durch die Verwendung einer Abdeckung. Allerdings weisen sie darauf hin, nur sehr dünne Auflagen wie etwa eine Serviette auf die Tastatur zu legen, um das Display vor Schlieren und Abdrücken zu schützen.

Kein reines MacBook-Problem

Im aktuellen Fall der TikTokerin Heidi scheint es im Video so, als sei die Grußkarte aus etwas dickerem Papier. Zudem hat sie diese offenbar sehr weit oben im Bereich der Scharniere platziert – dort, wo diese am wenigsten Luft haben. Das reichte offensichtlich, um nicht nur die dünne Glasschicht des Displays zu zersplittern, sondern darüber hinaus auch den LCD-Retina-Screen zu beschädigen.

Lesen Sie auch: Laptop lieber herunterfahren oder einfach zuklappen?

Gerade die MacBook-Air-Modelle sind schlank designt und lassen daher wenig Luft zwischen den einzelnen Komponenten. Dies trifft aber auch auf Laptops anderer Hersteller zu. Ob LG mit dem Gram SuperSlim, Asus mit dem ZenBook S 13 OLED, Samsung mit dem Galaxy Book 3 Pro 360 bzw. seinen Chromebooks oder das HP Spectre – alle diese Modelle sind gerade einmal zwischen 9,9 und 12,7 Millimeter dick. Zum Vergleich: Das aktuelle MacBook Air (M4, 2025) kommt auf 11,3 bis 11,5 Millimeter in der Dicke, das Modell von 2022 mit M2-Chip auf 11,3 Zentimeter.

Wenn Nutzer bei diesen Modellen eine Abdeckung zwischen Display und Tastatur legen, schließt der Laptop womöglich nicht mehr bündig. Zum Schutz des Gerätes ist daher davon abzuraten.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.