Microsoft-Ankündigung

Windows 10 Mobile: Ende für Support steht fest

Mircosoft
Microsoft rät Nutzern, nach Ablauf des Supports von Windows Mobile 10 zu einem Android- oder iOS-Gerät zu wechseln.
Foto: Foto: Zoltan Mathe/MTI FILE

Für Windows 10 Mobile wird es ab dem 10. Dezember keine Updates mehr geben. Microsoft hat angekündigt, den Support für das mobile Betriebssystem einzustellen. Können die Geräte danach weiter verwendet werden?

Vom 10. Dezember 2019 an sollen keine Software- und keine Sicherheitsupdates mehr bereitgestellt werden, wie das Unternehmen in seinem Support-Bereich mitteilt. Die Windows-Mobile-Smartphones und -Tablets an sich blieben aber funktionstüchtig. Allerdings werden über Microsoft-Server bereitgestellte Dienste (Back-Ende-Dienste) grundsätzlich beendet.

Backups und Fotos bleiben länger verfügbar

Es gibt dabei Ausnahmen: Die automatische Gerätesicherungs-Funktion soll erst am 10. März 2020 enden und Foto-Uploads sowie das Wiederherstellen eines Geräts aus einer vorhandenen Gerätesicherung noch bis Dezember 2020 verfügbar sein.

Wer sein Windows-Smartphone oder -Tablet weiter verwendet, sollte sicherheitshalber bereits im November 2019 damit beginnen, regelmäßig manuell ein Backup zu erstellen. Das funktioniert in den Einstellungen unter „Update und Sicherheit/Sicherung/Weitere Optionen/Jetzt sichern“.

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Windows 10 Mobile hatte nie eine Zukunft

Als Microsoft vor knapp vier Jahren bei einer Konferenz Windows 10 Mobile präsentierte, klang alles noch sehr vielversprechend. Der US-Konzern wollte für PC, Smartphone und Tablet ein einheitliches Windows 10 entwickeln. Der Vorteil lag auf der Hand: Entwickler hätten weniger Aufwand, ihre Programme für die einzelnen Plattformen zu entwickeln und Nutzer müssten sich nicht mit dem Erlernen unterschiedlicher Systeme befassen. Erfolgreicher war am Ende dann aber Konkurrent Apple. Dort können Daten nahtlos zwischen einzelnen Geräten ausgetauscht werden. Das letzte große Update erhielt Windows 10 Mobile im Jahr 2017, seither dümpelt das Betriebssystem vor sich hin. Allerdings ist das auch nicht verwunderlich, bei einem Marktanteil von unter einem Prozent.